Stand: 16.09.2018 20:29 Uhr

Flensburg gewinnt bei Vorjahresfinalist Nantes

von Florian Neuhauss, NDR.de
Trainer Maik Machulla bejubelt eine bärenstarke Leistung seiner SG Flensburg-Handewitt.

Die SG Flensburg-Handewitt hat den Schwung aus dem zweitbesten Bundesliga-Start der Vereinsgeschichte mit in die Champions League genommen. Die Handballer aus Schleswig-Holstein setzten sich am Sonntagabend zum Auftakt bei Vorjahresfinalist Nantes nach bärenstarker Leistung mit 34:31 (18:16) durch und machten damit einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg ins Achtelfinale. In der Vorrundengruppe B, in der die SG schon am Mittwoch (19 Uhr) HC Zagreb empfängt, ist Paris St. Germain der große Favorit. Bester SG-Werfer war Magnus Rød mit sechs Toren.

Torhüter Buric bringt Sicherheit

HBC Nantes - SG Flensburg-Handewitt 31:34 (16:18)

Tore für Nantes: Rivera Folch 6/4, Claire 5, E. L. Hansen 4, Lagarde 4, Gurbindo 3, Tournat 3, Auffret 2, K. Lazarov 2, Balaguer 1, Pechmalbec 1
Tore für Flensburg-Handewitt: Rød 6, Lauge 5, Golla 4, Wanne 4, Glandorf 3, Hald 3, Jeppsson 3, Svan 3, Jøndal 2, Gottfridsson 1
Zuschauer: 5.108

Nantes und Flensburg legten los wie die Feuerwehr. In der achten Minute traf Holger Glandorf zum 5:5, nur eine Minute später brachte Hampus Wanne die Schleswig-Holsteiner mit dem 7:6 zum ersten Mal in Front. Und in dem Tempo ging es weiter - nach 21 Minuten stand es 12:12. Flensburg hielt in der stimmungsvollen Halle sehr gut mit. Rasmus Lauge brachte die Gäste kurz darauf wieder in Front. Auch in Unterzahl ließ sich die SG nicht unterkriegen: Wanne erzielte das 14:13 (24.). In Gleichzahl stellte Simon Jeppsson erstmals auf zwei Tore Vorsprung (16:14/26.). In Überzahl markierte Glandorf das 17:14 (29.). Zwar klappte offensiv längst nicht alles, aber SG-Torhüter Benjamin Buric, der den glücklosen Torbjørn Bergerud ersetzte, war sehr gut aufgelegt.

SG erst stark, dann noch stärker

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Nantes zunächst wieder auf einen Treffer. Aber Flensburg fand viele richtige Antworten, Rød stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (33./20:17). Doch der Grat blieb schmal, die Franzosen in der Halle trieben ihre Spieler immer wieder an. In der 38. Minute hielt Buric einen Siebenmeter von Valero Rivera Folch - und den Tempogegenstoß schloss Rød zum 23:20 ab. So überstanden die Flensburger erneut eine Unterzahl. Die Gäste trotzten dem Vorjahresfinalisten und legten sogar noch zu: Nachdem Johannes Golla zweimal in Folge getroffen hatte, stand es 29:24 (48.) - Magnus Jøndal erzielte das 30. Tor (50.).

In der Schlussphase kochten die Emotionen noch mal hoch. Doch auch dieser Nervenprobe hielten Glandorf und Co. stand. Spätestens mit Lauges Treffer zum 34:30 war die Partie entschieden (59.).

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.09.2018 | 22:40 Uhr

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