Flensburgs Hampus Wanne (r.) greift nach dem Ball. © IMAGO / Gonzales Photo

Flensburg gegen Aalborg unter Druck: "Es ist erst Halbzeit"

Stand: 19.05.2021 08:11 Uhr

Der SG Flensburg-Handewitt droht im Viertelfinale der Handball-Champions-League das Aus. Gegen Aalborg muss der Bundesligist heute einen Fünf-Tore-Rückstand aufholen, um sich für das Final Four in Köln Mitte Juni zu qualifizieren.

von Jan Kirschner

Auf dem ersten Blick ist es eine stolze Bilanz: Seit 2004 hat die SG Flensburg-Handewitt bereits zum 13. Mal das Viertelfinale der Champions League erreicht. Allerdings schaffte sie bislang nur vier Mal den Sprung unter die besten Vier. Zuletzt 2014, als die Schleswig-Holsteiner sogar die Königsklassen-Trophäe aus Köln mitnahmen.

Nun droht das neunte Ausscheiden im Viertelfinale, denn die Flensburger müssen am heute (20.45 Uhr) in eigener Halle gegen Aalborg Handball einen 21:26-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen. "Es ist erst Halbzeit", meinte SG-Rückraumakteur Mads Mensah. "Wir bekommen eine gute Gelegenheit, es besser zu machen. Und wir glauben zu 100 Prozent daran."

Schwächen aus dem Hinspiel abstellen

SG-Trainer Maik Machulla musste im Hinspiel erleben, wie sich eine mangelnde Abwehr-Aggressivität in der ersten Hälfte und eine phasenweise eklatante Abschlussschwäche zu einer "schweren Hürde für das Rückspiel" aufbauten. So waren die Aalborger Rückraum-Schützen Lukas Sandell und Felix Claar nur schwer zu stoppen. So avancierte der dänische Keeper Mikael Aggefors zum großen Hindernis. "Wir müssen uns wieder bewusst sein, was es benötigt, um erfolgreich zu sein - so wie in den letzten Monaten", forderte Machulla im Nachgang der ersten Partie.

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Mads Mensah Larsen von der SG Flensburg-Handewitt versucht, sich durchzutanken © imago images/Ritzau Scanpix Foto: René Schütze

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Röd und Petersson angeschlagen

Zu der Bürde des Rückstands gesellen sich Personalsorgen im rechten Rückraum. Magnus Rød hatte sich in Aalborg das Innenband im rechten Knie überdehnt, konnte sich am Sonntag beim 29:25-Arbeitssieg in Coburg aber in den Dienst der Mannschaft stellen. Routinier Alexander Petersson, bei dem die Achillessehne zwickte, blieb zu Hause. So standen zuletzt nur 13 Mann im Kader - Youngster Magnus Holpert bereits eingerechnet. Die Dauerverletzten Jacob Heinl (Knie-OP), Franz Semper (Kreuzbandriss) und Lasse Møller (Knorpelschaden/Knie) werden in dieser Saison nicht mehr in den Spielbetrieb zurückkehren.

Aalborg ist in jedem Fall verwundbar, wie die 36:38-Niederlage am Sonntag gegen TTH Holstebrø in der dänischen Liga bewies. "Wir haben ein gutes Gefühl", meint SG-Rückraumakteur Gøran Søgard Johannessen. "In einem Testspiel vor der letzten Saison gewannen wir mit acht Toren." Das würde reichen, seitdem gingen allerdings sämtliche drei Pflichtspiele an den dänischen Meister. "Wir glauben an uns und werden uns gut für das zweite Spiel vorbereiten", meinte Kreisläufer Simon Hald, der wie Mads Mensah einst für Aalborg spielte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.05.2021 | 23:03 Uhr

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