Die Flensburger Handball-Profis Simon Hald, Torbjörn Bergerud und Mads Mensah-Larsen (v.l.). © imago imges / Beautiful Sports

Flensburg: Kiel ausblenden, in Skopje bestehen

Stand: 15.10.2020 09:25 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt tritt in der Handball-Champions-League heute Abend in Nordmazedonien bei Vardar Skopje an. Gelingt der vierte Sieg im vierten Gruppenspiel?

von Jan Kirschner

Der Flensburger Anhang hat den Fokus allerdings schon auf das Bundesliga-Duell drei Tage später gegen den THW Kiel (live im NDR Fernsehen und bei NDR.de) gelegt. Nach dem Heimsieg gegen GWD Minden schallten "Derby-Sieg, Derby-Sieg"-Gesänge von den Rängen. Die Spieler quittierten dies mit einem Lächeln. "Wir haben vorher noch eine andere Aufgabe zu lösen", sagte Lasse Svan dem NDR: "Wir müssen von Spiel zu Spiel denken." Und das bedeutet für die Flensburger heute einen Tages-Trip nach Nordmazedonien, um sich dort ab 20.45 Uhr mit Vardar Skopje zu messen.

Schmäschke: "Skopje ist die Wundertüte unserer Staffel"

Normalerweise gilt der "Sport Center Jane Sandanski" als Hexenkessel. Doch in Corona-Zeiten ist alles anders. "Das ist sicherlich ein kleiner Vorteil der aktuellen Situation, dass die Halle nicht so voll und laut sein wird wie sonst", hofft SG-Torwart Torbjörn Bergerud.

Nur schwer einzuschätzen ist die Stärke des nordmazedonischen Meisters. Bereits zwei Spiele mussten verlegt werden, sodass bislang nur ein 22:24 im weißrussischen Brest in der Statistik steht. Im Kader ist die Fluktuation groß, nachdem der Club-Eigentümer gewechselt hat. "Vardar Skopje ist für mich nach einem personellen Umbruch die große Wundertüte in unserer Staffel", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Machulla trotzt den Verletzungssorgen

Die SG möchte den mit 6:0 Punkten gelungenen Start ausbauen. Sie muss weiterhin ohne die Kreisläufer Johannes Golla (Mittelfußbruch) und Jacob Heinl (Innenbandriss) sowie Rückraum-Neuzugang Lasse Möller (Handverletzung) auskommen. Diskussionen um eine weitere Nachverpflichtung erstickte SG-Trainer Maik Machulla im Keim: "Ich habe noch fünf gesunde Rückraumspieler, denen ich voll vertraue."

In der Nacht zum Freitag werden die Flensburger in den hohen Norden zurückkehren. Dann bleiben zwei Tage für die Vorbereitung auf das 103. Handball-Landesderby. Der Terminstress schreckt SG-Kapitän Svan nicht: "Das ist eine mentale Aufgabe für uns und viel Arbeit für die Physiotherapeuten. Aber für uns ist ein solcher Spielplan nichts Neues, und im Sommer haben wir die Grundlagen gelegt."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 15.10.2020 | 23:03 Uhr

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