Die Spieler der SG Flensburg-Handewitt nach dem 26:26 gegen die Rhein-Neckar Löwen. © Imago Foto: M. Koberg

Flensburg-Handewitt nur remis, THW Kiel souverän in Leipzig

Stand: 27.05.2021 21:57 Uhr

Der THW Kiel ist der Titelverteidigung in der Handball-Bundesliga näher gekommen. Die "Zebras" gewannen mit 33:26 (18:14) beim SC DHfK Leipzig. De SG Flensburg-Handewitt spielte 26:26 (11:16) gegen die Rhein-Neckar Löwen.

von Christian Görtzen

Die Flensburger haben am 31. Spieltag im Fernduell mit dem großen Rivalen einen Dämpfer hinnehmen müssen. Ohne ihren verletzten Torhüter Benjamin Buric (Muskelteilriss) reichte es nur zu einem Remis. Was zur Folge hat, dass die Kieler nun einen Minuspunkt weniger auf dem Konto haben als die Mannschaft von SG-Trainer Maik Machulla. Der THW liegt bei einem mehr ausgetragenen Spiel jetzt mit 57:5 Punkten vorn, Flensburg folgt mit 54:6 Zählern.

Flensburg mit schwacher erster Hälfte

Die Flensburger gerieten in ihrer heimischen Arena vor leeren Rängen früh ins Hintertreffen. Vor allem der ehemalige THW-Profi Lukas Nilsson sorgte durch seine Zuspiele und Tore dafür, dass sich die Löwen von 5:4 (9.) auf 9:5 (14.) absetzten. SG-Trainer Maik Machulla reagierte, nahm die erste Auszeit. Nur: Besser wurde es danach nicht. In der Offensive ging zu oft der Ball verloren, und dann warfen die Gäste flugs aus großer Entfernung ins leere Tor oder nutzten ihre Gegenstöße zu Treffern. Als Flensburg mit 7:14 (21.) hintenlag, nahm Machulla seine zweite Auszeit. Sein Team fing sich, und zur Pause sah es mit einem 11:16 zumindest ein bisschen besser aus.

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Die SG brauchte nun eine große Aufholjagd, und damit fing sie sofort nach Wiederbeginn an. Hinten hielt Torbjörn Bergerud stark, und vorne war jetzt mehr Entschlossenheit zu sehen. Mit der Folge, dass Marius Steinhauser zum 18:18 (41.) egalisierte - es war der erste Gleichstand seit dem 1:1. Es ging aber schnell wieder in die andere Richtung. 19:23 hieß es in der 48. Minute. War es das?

Nein! Angetrieben vom starken Mads Mensah Larsen (neun Tore) kamen die Gastgeber ein zweites Mal zurück - 70 Sekunden vor dem Ende traf Hampus Wanne zum 26:26. Auszeit Löwen, noch 37 Sekunden. Flensburg blockte den Angriff, aber in den letzten fünf Sekunden kam die SG nicht mehr zum Siegtreffer.

THW in Leipzig nur zu Beginn mit Problemen

Die Kieler standen in Leipzig vor einer ordentlichen Herausforderung. Zum einen war der Tabellenneunte ohnehin nicht zu unterschätzen, zum anderen wurden die Gastgeber von annähernd 1.000 Zuschauern angetrieben. Die Stadt Leipzig und die zuständigen Ministerien in Sachsen hatten das wissenschaftlich begleitete Modellprojekt "Sportveranstaltungen mit Besuchern in Leipzig" des SC DHfK und des Hallenbetreibers bewilligt.

Die Kieler spielten dabei zunächst keine gute Rolle. Nach vier Minuten lagen sie mit 0:3 zurück. Erst nach sechseinhalb Minuten gelang Domagoj Duvnjak das erste Tor für die "Zebras". Die aber kamen zunehmend besser ins Spiel. Und nachdem Leipzigs Alan Milosevic nach einem Foul an Harald Reinkind früh die Rote Karte (9.) gesehen hatte, sorgte Steffen Weinhold wenig später mit dem 5:4 (12.) für die erste Führung der Schleswig-Holsteiner. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte baute das Team von THW-Trainer Filip Jicha diese Führung leicht aus - bis zur 18:14-Halbzeitführung.

Die Norddeutschen ließen sich auch im zweiten Abschnitt nicht von ihrem Weg abbringen. Das 25:19 (45.) durch Weinhold war schon eine Vorentscheidung. Erfolgreichster Kieler beim 33:26 war Niclas Ekberg mit neun Toren.

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