Gøran Søgard Johannessen (l.) von der SG Flensburg-Handewitt im Champions-League-Spiel gegen  Elverum HH beim Wurf © imago images / Beautiful Sports

Flensburg-Handewitt müht sich zum Sieg gegen Elverum

Stand: 22.10.2020 22:20 Uhr

Flensburg-Handewitts Handballer haben sich in der Champions League für die Derby-Schmach in Kiel rehabilitiert. Vier Tage nach dem 21:29 in der Bundesliga beim THW besiegte die SG Elverum mit 37:35.

von Hanno Bode

Das Team von Coach Maik Machulla war im Vergleich zu seiner schwachen Vorstellung im 103. Landesderby nicht wiederzuerkennen. Hatte der Vizemeister gegen die "Zebras" im Positionsangriff kaum bis gar keine Lösungen gefunden, gelang es ihm gegen die Norweger bereits in der Anfangsphase mehrmals, schöne Spielzüge zu initiieren. Jim Gottfridsson und Mads Mensah Larsen setzten ihre Teamkameraden immer wieder gut in Szene. Allerdings wurden die Flensburger Rückraum-Stars von der zu Beginn phasenweise sehr passiven Gäste-Deckung auch nur selten energisch attackiert.

SG schnell mit fünf Toren vorn

Bereits nach 16 Minuten lagen die Hausherren mit fünf Toren in Front (12:7), bevor Elverum um den französischen Weltklassespieler Luc Abalo besser in die Partie fand. Das vor Saisonbeginn neu formierte Team des langjährigen Bundesliga-Profis Børge Lund deutete im Angriff sein großes handballerisches Potenzial an und konnte den Rückstand zwischenzeitlich auf zwei Treffer verkürzen (14:16/28.). Daraufhin sorgten Gøran Søgard Johannessen und Marius Steinhauser jedoch mit ihren Toren dafür, dass die Hausherren mit einem realtiv beruhigenden 18:14-Vorsprung in die Kabine gehen konnten.

Der Weg dorthin fiel auch Torbjørn Bergerud weitaus leichter als noch vor vier Tagen in Kiel. Denn der gegen den THW glücklose Keeper zeigte in den ersten 30 Minuten gegen die Norweger eine sehr gute Leistung.

Gottfridsson sorgt für die Entscheidung

Auch nach der Halbzeit schien es zunächst so, als solle Flensburgs Erfolg nicht ernsthaft in Gefahr geraten. Die Machulla-Equipe spielte ihre Angriffe zunächst konzentriert aus und stand auch in der Deckung kompakt. Nach dem 27:22 von Magnus Jøndal (37.) schienen die Norddeutschen endgültig auf der Siegerstraße zu sein. Doch anschließend schlich sich ein wenig der Schlendrian bei der SG ein, sodass Elverum erneut auf zwei Treffer verkürzen konnte (27:29/41.). Die Gäste kamen in dieser Phase primär über den Kreis zum Erfolg, wo Flensburgs Abwehr Thomas Solstad nicht in den Griff bekam.

Dass der Bundesligist nicht bis zum Schluss um den vierten Sieg im fünften Königsklassen-Gruppenspiel zittern musste, dafür zeichnete der sehr starke Gottfridsson verantwortlich. In Unterzahl - Jacob Heinl brummte eine Zweiminuten-Strafe ab - erzielte der Schwede das 35:31 (57.) und sorgte damit für die Entscheidung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 22.10.2020 | 23:03 Uhr

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