Flensburgs Trainer Maik Machulla ärgert sich. © imago images Foto: imago images/pmk

Flensburg-Handewitt in Szeged: Wer ist hier der Favorit?

Stand: 27.10.2020 09:44 Uhr

Den Handballern der SG Flensburg-Handewitt steht am Donnerstag in der Champions League eine schwere Aufgabe bevor. Sie treten beim bis dato enttäuschenden, aber stark besetzten Starensemble von Pick Szeged an.

von Jan Kirschner

Der Montag diente zum Verschnaufen, ab sofort denken die Schleswig-Holsteiner an die nächste Doppelaufgabe. Bevor sie am Sonnabend beim Bergischen HC antreten müssen, kämpfen sie zwei Tage zuvor in Ungarn um "Königsklassen"-Punkte. Um 18.45 Uhr wird die Partie in Szeged angepfiffen. Der Bundesligist hat wieder einen Tages-Trip mit einer Charter-Maschine organisiert, um den Zeitplan zu raffen und die Quarantäne-Bestimmungen zu erfüllen. "Jede Nacht mehr zu Hause bei den Familien ist schön für meine Spieler", erklärte unlängst Trainer Maik Machulla. "Jede Nacht weniger im Hotel reduziert das Infektionsrisiko."

Szegeds Star-Team mit Fehlstart

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie mussten im ungarischen Vereins-Handball bereits mehrere Spiele abgesagt werden. Auch Szeged hatte schon einen positiven Fall und musste die beiden Auftaktpartien verschieben. Danach machten drei Auswärtsniederlagen den Champions-League-Fehlstart perfekt. Verwunderlich: Die Mannschaft, die vom spanischen Taktik-Fuchs Juan Carlos Pastor gecoacht wird, wird eigentlich zu den Top-Favoriten in der Staffel A gezählt.

Im illustren Kader stehen etliche internationale Akteure wie der ungarische Nationalkeeper Roland Mikler, der geniale Spielmacher Dean Bombac, das spanische Rückraum-Ass Joan Canellas und der serbische Rechtsaußen Bogdan Radivojevic, der von 2013 bis 2017 für die SG auflief und mit ihr 2014 sogar die Champions League gewann.

Flensburger Personalsituation bleibt angespannt

Davon sind die Flensburger noch weit entfernt, wenngleich sie mit 8:2 Punkten sehr gut im Rennen liegen. Ein zweiter Auswärtssieg wäre ein weiteres Ausrufezeichen. In der vergangenen Serie reichte es in Szeged immerhin zu einem Remis. Allerdings ist die Personallage noch nicht komplett geklärt. Neben Rückraumspieler Lasse Möller (Hand) und Kreisläufer Johannes Golla (Mittelfußbruch) lahmte zuletzt der rechte Flügel.

Marius Steinhauser (Knöchel) wurde vor der Bundesliga-Partie gegen Coburg aus dem Aufgebot genommen. Positionskollege Lasse Svan knickte nach einem Foul mit dem rechten Fuß um und schied verletzt aus. Linksaußen Hampus Wanne spielte auf der für ihn ungewohnten Seite die Partie zu Ende.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 29.10.2020 | 23:03 Uhr

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