Torjubel bei Flensburgs Hampus Wanne © imago images / Beautiful Sports

Flensburg-Handewitt gibt sich im Titelkampf keine Blöße

Stand: 22.12.2020 19:28 Uhr

Die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben sich im Titelkampf keine Blöße gegeben. Der Tabellenführer schlug den HC Erlangen mit 33:23 (18:12).

von Hanno Bode

Es waren am Dienstagabend gerade einmal sieben Minuten in der Campushalle gespielt, da zückte Gäste-Trainer Michael Haaß bereits die Grüne Karte. Es folgte ein Monolog des Weltmeisters von 2007 in der Auszeit, der es in sich hatte. "So, jetzt machen wir uns mal langsam gerade!", forderte der Coach zunächst, bevor er mit seinen bis dato hoffnungslos überforderten Mannen hart ins Gericht ging: "Wir sind überhaupt nicht da. Null Energie, null Power."

Flensburg im ersten Abschnitt klar überlegen

Die Franken lagen zu diesem Zeitpunkt mit 1:6 zurück. Keinen einzigen Flensburger Angriff hatten sie unterbinden können und sogar noch einmal Glück gehabt, dass Hampus Wanne aus eigentlich guter Wurfposition nur den Pfosten traf. Ein Desaster bahnte sich für den Außenseiter an, zumal die SG äußerst konzentriert agierte und trotz ihrer großen Terminhatz einen sehr frischen Eindruck hinterließ. Insbesondere die Deckungsarbeit des Vizemeisters verdiente das Prädikat "herausragend". Und die Tempogegenstöße, ohnehin die große Stärke der Schleswig-Holsteiner, waren auch von allerhöchster Qualität.

Erlangen konnte sich im Laufe des ersten Abschnitts zwar etwas steigern, war vor der Halbzeit aber eigentlich nie richtig auf Augenhöhe mit dem Titelkandidaten. Die Sechs-Tore-Führung der SG zur Pause war völlig verdient und fiel in Anbetracht der Dominanz der Norddeutschen eher noch zu niedrig aus.

SG Flensburg-Handewitt - HC Erlangen 33:23 (18:12)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Wanne (7/5), Golla (6), Steinhauser (5), Larsen (4), Rod (3), Gottfridsson (2), Sikosek (2), Svan (1/1), Sogard (1), Jondal (1), Holpert (1)
HC Erlangen: Metzner (6), Marschall (4), Kellner (3), Iviv (3/3) Bissel (2), Schäffer (1), Oevrby (1), Link (1), Firnhaber (1), Olsson (1)

SG sorgt schnell für klare Verhältnisse

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts. Als der starke Flensburger Linksaußen Wanne Erlangens Torwart-Routinier Martin Ziemer mit einem Siebenmeter zum 22:13 überwand (39.), war die Entscheidung gefallen. Sonderlich schwer gemacht worden war es den Flensburgern nicht, ihren Vorsprung auszubauen. Viel zu passiv gingen die Gäste in der Deckung zu Werke, mit zu wenig Tempo und Körperlichkeit trugen sie ihre Angriffe vor.

SG-Coach Machulla: "Ich bin mehr als zufrieden"

Es war ein gebrauchter Abend für den allerdings auch durch Verletzungen geschwächten HC, während die SG vor leeren Rängen "volle Pulle" spielte und ihren Trainer begeisterte: "Ich bin mehr als zufrieden. Mit welcher Souveränität wir von Anfang an gezeigt haben, dass wir die zwei Punkte haben wollen, macht mich wirklich stolz", sagte Maik Machulla.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 22.12.2020 | 19:30 Uhr

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