Stand: 12.10.2019 19:04 Uhr

Champions League: THW führt Titelverteidiger vor

von Ingmar Deneke, NDR.de
Die Kieler gewannen in Skopje dank einer überragenden ersten Hälfte.

Der THW Kiel bleibt in der Handball-Champions-League in dieser Saison ungeschlagen. Der deutsche Rekordmeister setzte sich am Sonnabend in sensationeller Manier bei Titelverteidiger Vardar Skopje mit 31:20 (16:4) durch. Es war ein überraschend deutlicher Sieg nur zwei Tage nach der Bundesliga-Partie gegen Nordhorn. Den Grundstein für den Auswärtssieg in Nordmazedonien legten die "Zebras" in der ersten Hälfte, in der den Gastgebern fast gar nichts gelang. Damit übernahm Kiel nach vier Spieltagen die Tabellenführung in der Gruppe B (drei Siege, ein Unentschieden). Platz eins am Ende der Gruppenphase würde den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeuten.

Kuriose erste Hälfte: 16:4 für Kiel!

Die erste Hälfte nahm einen fast unglaublichen Verlauf. Die "Zebras" legten vor allem defensiv einen perfekten Start hin und führten schnell mit 4:0.

Vardar Skopje - THW Kiel 20:31 (4:16)

Tore Skopje: Dibirov (5), Kristopans (4), Shishkarev (3), Dissinger (2), Kalarash (2), Ghedbane (2), Cupic (2)
Tore Kiel: Duvnjak (6), Pekeler (6), Wiencek (5), Zarabec (4), Ekberg (3), Reinkind (2), M. Landin Jacobsen (2), Nilsson (2), Rahmel (1)
Zuschauer: 5.500

Erst in der elften Minute musste der überragende THW-Keeper Niklas Landin per Siebenmeter das erste Gegentor hinnehmen (4:1). Mit dem Polster im Rücken traten die Gäste selbstbewusst auf und erhöhten auf 9:1. Die sonst frenetischen Skopje-Fans im berüchtigten Sport Center Jane Jandanski wurden mit jedem Kieler Tor leiser. Die sensationell hohe THW-Führung zur Pause: 16:4. Erst in der 20. Minute war Skopje in Person von 2,14-Meter-Mann Dainis Kristopans der erste Treffer aus dem Feld gelungen.

Kiel gerät nur kurz ins Schwimmen

Im zweiten Durchgang entwickelte sich anfangs ein "normales" Handball-Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Obwohl die Nordmazedonier ein paar Tore aufholten, hatten die Kieler die Partie voll im Griff. Als die Führung allerdings weiter schmolz (22:14), nahm THW-Coach Filip Jicha eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Kreisläufer Patrick Wiencek setzte sich kraftvoll durch und im richtigen Moment ein Zeichen (23:15, 47.). Danach hielt Kiel die Gastgeber auf Abstand und feierte am Ende eines kuriosen Spiels einen souveränen Auswärtssieg.

Weitere Informationen

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Sportreport | 12.10.2019 | 18:05 Uhr