Kein Durchkommen für die Kieler Handballer Steffen Weinhold (r.) und Hendrik Pekeler (l.) in Szeged. © IMAGO / Aleksandar Djorovic

Champions League: THW Kiel mit Niederlage in Szeged

Stand: 10.12.2021 11:25 Uhr

Dere THW Kiel muss in der Handball-Champions-League weiter um den direkten Einzug ins Viertelfinale bangen. Bei Pick Szeged unterlagen die "Zebras" am Donnerstagabend mit 26:30 (13:19).

von Johannes Freytag

Damit zogen die Ungarn in der Gruppe A am deutschen Rekordmeister vorbei. Kiel hat als Tabellenvierter nun einen Punkt Rückstand auf Szeged und Aalborg. Montpellier HB führt das Tableau mit 16 Zählern an. Bleibt es bei dieser Konstellation, müssen die Schleswig-Holsteiner in der Königsklasse den "Umweg" über das Achtelfinale nehmen. Nach dem 32:32 aus dem Hinspiel hat der THW den direkten Vergleich mit Szeged verloren, der bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidet.

THW-Trainer Jicha: "Eine harte Niederlage"

"Es ist eine harte Niederlage, aber wir müssen weiter machen, uns weiter verbessern", sagte THW-Trainer Filip Jicha nach der dritten Auswärtsniederlage der laufenden Champions-League-Saison. "Wenn du solch ein Spiel gegen solch einen Gegner gewinnen willst, musst du bereit sein und auf dem höchsten Level spielen. Das haben wir heute nicht geschafft."

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THW vor 8.300 Zuschauern mit vielen Fehlern

Zu den Mundharmonika-Klängen aus dem Kult-Western "Spiel mir das Lied vom Tod" marschierten die Spieler in den nagelneuen Hexenkessel in Süd-Ungarn ein. Die 8.300 Fans schienen Eindruck auf die Kieler zu machen - nach zwölf Minuten lagen sie mit 3:7 zurück. Jicha nahm eine Auszeit und rüttelte sein Team wach: "Wir müssen unser Ding durchziehen und zeigen, dass wir das Spiel gewinnen wollen."

Die Worte zeigten zunächst Wirkung, denn fortan stand die Kieler Deckung besser und die "Zebras" verkürzten (9:11/21.). Doch als sich den Norddeutschen in Überzahl die Chance zum Ausgleich bot, patzten sie gleich zweimal. Szeged nutzte beide THW-Ballverluste und führte wieder mit vier Toren (15:11/25.). Weil es im Offensivspiel der Gäste weiter haperte, konnten die Ungarn bis zur Pause sogar auf 19:13 davonziehen.

Kiel verbessert, aber Szeged stärker

Kiel mühte sich auch im zweiten Durchgang, doch gegen die starke Defensive der Hausherren fanden weder Sander Sagosen noch Domagoj Duvnjak die entscheidenden Lücken für verwertbare Pässe. Und so liefen die Gäste weiter einem großen Rückstand hinterher (19:25/42.).

"Wir gehen jetzt All-in", sagte Jicha in einer Auszeit und ließ seine Mannen anschließend mit einem siebten Feldspieler agieren. Tatsächlich bäumte sich der THW noch einmal auf und kam noch mal bis auf vier Treffer heran (24:28/52.). Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu, weil Szegeds Keeper Roland Mikler deutlich mehr Paraden zeigte als sein Kieler Gegenüber Niklas Landin. So stand am Ende die dritte Niederlage der Kieler in der Gruppenphase zu Buche.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 09.12.2021 | 23:03 Uhr

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