Stand: 23.09.2020 22:21 Uhr

Flensburg setzt Ausrufezeichen in Paris

von Matthias Heidrich, NDR.de
Hampus Wanne von der SG Flensburg-Handewitt © imago images/PanoramiC
Hampus Wanne war mit acht Toren bester SG-Werfer in Paris.

Zweiter Sieg im zweiten Champions-League-Spiel, und was für einer: Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben am Mittwochabend einen 29:28-Sieg beim französischen Meister Paris Saint-Germain HB gefeiert. Zur Pause hatten die Schleswig-Holsteiner, die zum Auftakt Kielce bezwungen hatten, noch mit vier Toren zurückgelegen. "Es war wirklich großartig. Ich bin sehr stolz, wir sind als Team aufgetreten. Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, dass wir hier gewinnen", sagte Hampus Wanne, der vor knapp 1.000 Zuschauern mit acht Toren bester SG-Werfer war.

"Jede Nacht weniger im Hotel reduziert das Infektionsrisiko"

Um eine Quarantänepflicht zu vermeiden (Paris ist als Corona-Risikogebiet eingestuft) reisten die Flensburger erst am Spieltag an und werden die französische Hauptstadt noch in der Nacht wieder verlassen. "Jede Nacht mehr zu Hause bei den Familien ist schön für meine Spieler und jede Nacht weniger im Hotel reduziert das Infektionsrisiko", hatte SG-Trainer Maik Machulla vor der Partie gesagt.

Weiter geht's für sein Team am nächsten Mittwoch (20.45 Uhr) wieder in der Champions League zu Hause gegen den FC Porto. Am 4. Oktober steht für die Schleswig-Holsteiner dann der Auftakt in der Bundesliga an, bei der HSG Wetzlar.

Wanne glänzt

Trotz der Anreise-Widrigkeiten mühten sich die Flensburger in Paris redlich. Gegen Nicola Karabatic und Co., für die die Partie gegen den deutschen Vizemeister das erste Pflichtspiel der Saison war, bekam die SG in der ersten Hälfte allerdings die eigene Abwehr nicht in den Griff. Immer wieder gestattete die Machulla-Mannschaft den Franzosen leichte Treffer. Wanne glänzte im Angriff mit vier Toren in den ersten 30 Minuten und hielt die Flensburger so im Spiel.

SG-Neuzugang Pelko trifft

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gäste Schritt für Schritt heran, machten den Vier-Tore-Vorsprung der Pariser wett und glichen in der 48. Minute zum 24:24 aus. Auch Nachverpflichtung Domen Pelko trug sich mit seinem ersten Treffer im SG-Dress in die Torschützenliste ein. Jetzt war es ein offener Schlagabtausch. Flensburg hatte nun jeglichen Respekt abgelegt, witterte seine Chance auf den Auswärtscoup beim Starensemble von der Seine. Die SG agierte nervenstark und hatte in den letzten Sekunden Torwart Benjamin Buric, der mit einer Parade gegen Luka Karabatic den Sieg festhielt.

Paris Saint-Germain - Flensburg-Handewitt 28:29 (18:14)

Tore für Paris: L. Karabatic (5), Sole Sala (4), M. Hansen (4/4), Remili (3), N. Karabatic (3), Kristopans (2), Syprzak (2), Grebille (1), Prandi (1), Kounkoud (1), Toft Hansen (1), Keita (1)
Flensburg: Wanne (8/2), Steinhauser (5), Gottfridsson (4), Mensah Larsen (3), Sögard Johannessen (2), Sikosek Pelko (2) Röd (2), Semper (2), Möller (1)
Zuschauer: 954

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 23.09.2020 | 23:03 Uhr

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