Der Flensburger Simon Hald (r.) und Dainis Kristopans von Paris Saint-Germain. © imago/Beautiful Sports Foto: Mario Koberg

Champions League: Flensburg-Handewitt mit Remis gegen PSG

Stand: 29.09.2021 22:27 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Champions League ihren ersten Punkt geholt. Der Handball-Bundesligist kam am Mittwochabend nach einer engagierten Leistung zu einem 27:27 (14:13) gegen Paris Saint-Germain.

von Christian Görtzen

Damit hat die Mannschaft von SG-Trainer Maik Machulla zwar ihre Niederlagenserie beendet, wettbewerbsübergreifend hatte sie davor drei Pleiten hintereinander kassiert. Anderseits ist sie nun allerdings schon seit fünf Pflichtspielen ohne Sieg. In der "Königsklasse" belegen die Schleswig-Holsteiner, die anlässlich des Weltmädchentages am 11. Oktober in einem Sondertrikot spielten, mit jetzt 1:5 Punkten in der Gruppe B weiterhin den letzten Rang.

"Die Mannschaft lebt, sie hat Energie und bringt gute Leistungen", erklärte Machulla: "Wir müssen uns einfach mal wieder belohnen, es sind nur Kleinigkeiten, die fehlen. Ein Punkt gegen Paris mit dem Wissen, dass wir auch hätten gewinnen können, gibt uns mehr Selbstvertrauen, als dass wir anfangen, an uns zu zweifeln."

Semper gibt Comeback im SG-Trikot

Nach sechs gespielten Minuten brandete Jubel auf in der Flensburger Arena. Er galt nicht dem durchaus sehenswerten Treffer des Niederländers Luc Steins zum 2:1 für PSG - der Applaus war einzig und allein Franz Semper gewidmet. Es war der Moment, in dem der deutsche Nationalspieler nach langer Abwesenheit sein Comeback gab. Der 24-Jährige hatte im Dezember 2020 einen Kreuzbandriss erlitten. "Das war sehr emotional, es tut auf jeden Fall gut, wieder dabei zu sein", sagte der SG-Profi.

Seine Rückkehr, das hatte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke beim Landesderby in Kiel dem NDR gesagt, würde in personeller Hinsicht zumindest "für ein wenig Entlastung" sorgen. Die SG musste aber auch gegen Paris ohne die Rückraumspieler Lasse Möller (Knorpelschaden), Göran Sögard (Leisten-Beschwerden) und Magnus Röd (Anriss der Patellasehne) auskommen.

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Doch auch ohne dieses Trio schlugen sich die Flensburger gegen das Star-Ensemble von der Seine richtig gut. Torwart Benjamin Buric avancierte schnell zu einem starken Rückhalt. Und vorne wurden die Lücken in der gegnerischen Deckung sehr ordentlichen genutzt. Linksaußen Hampus Wanne sorgte für das 10:8 (22.). Zur Pause führten die Norddeutschen immerhin noch mit 14:13.

SG vergibt im letzten Angriff die Siegchance

Auch nach Wiederbeginn gelang es keinem Team, sich deutlich abzusetzen. Sieben Minuten vor dem Ende der Partie sorgte Jim Gottfridsson mit dem 25:23 zumindest erstmals nach längerer Zeit zumindest wieder für eine Zwei-Tore-Führung. PSG blieb aber dran, und die Spannung wurde so auf die Spitze getrieben. Beim Stand von 27:26 für die Norddeutschen vergab Gottfridsson eine Minute vor der Schlusssirene vermutlich die Entscheidung. Auf der Gegenseite glich Steins aus.

Machulla nahm die Auszeit. Neun Sekunden blieben seinem Team für den letzten Angriff. Da Mads Mensah Larsen aber das Zuspiel misslang und der Ball ins Seitenaus sprang, blieb es beim Remis. Erfolgreichster Spieler der SG war Wanne mit sieben Treffern.

SG Flensburg-Handewitt - Paris Saint-Germain 27:27 (14:13)

Tore Flensburg: Wanne 7/4, Mensing 4, Semper 4, Gottfridsson 3, Hald 3, Svan 3, Golla 2, Larsen 1
Tore PSG: M. Hansen 6/3, Sole Sala 5, L. Steins 5, N. Karabatic 4, Grebille 2, Syprzak 2, Kristopans 1, Prandi 1, Remili 1
Strafminuten: 4/8

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 29.09.2021 | 23:03 Uhr

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