Stand: 02.12.2017 22:01 Uhr

THW Kiel: Heimsieg und Duvnjak-Comeback

von Johannes Freytag, NDR.de
Domagoj Duvnjak feierte gegen Hüttenberg sein Comeback nach siebenmonatiger Verletzungspause.

Der THW Kiel hat nach dem Derbysieg in der Champions League in Flensburg in der Handball-Bundesliga nachgelegt und den erwarteten Heimsieg gegen Liga-Schlusslicht TV Hüttenberg geschafft. Lediglich in den ersten zwanzig Minuten hatten die "Zebras" Mühe mit den Hessen, dann aber schon zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Im zweiten Durchgang ließ das Team von Trainer Alfred Gislason nichts mehr anbrennen und gewann deutlich mit 33:24 (17:13). Entscheidender als die zwei Punkte dürfte aber das gelungene Comeback von Domagoj Duvnjak sein. Erstmals seit seiner Patellasehnen-Operation im April war der Kroate wieder dabei und erzielte drei Treffer. Erfolgsreichster THW-Schütze war Miha Zarabec mit neun Toren.

Kiel braucht viel Geduld

THW Kiel - TV Hüttenberg 33:24 (17:13)

Tore für Kiel: Zarabec (9/3), Wiencek (6), Rahmel (6), Frend-Ofors (4), Duvnjak
(3), Dissinger (2), Vujin (2), Nilsson (1)
Tore für Hüttenberg: Wernig (5/3), Mappes (4), Lipovina (4), Sklenak (3), Zörb (2), Hofmann (2), Stefan (2), Rompf (1), Fernandes (1) für Hüttenberg
Zuschauer: 10.285

Zunächst nahm der Kroate allerdings nur auf der Bank Platz und musste mit ansehen, wie sich sein Team gegen das Schlusslicht schwer tat. Permanent liefen die "Zebras" einem Rückstand hinterher, Niclas Ekberg leistete sich sogar einen Fehlwurf vom Siebenmeterstrich. Erst nach 16 Minuten gelang den Hausherren die erste Führung, als Christian Dissinger zum 9:8 traf. Zarabec und Ole Rahmel bauten den Vorsprung schnell auf drei Treffer aus (18./11:8). Kurz darauf brandete Jubel auf, als Duvnjak erstmals das Spielfeld betrat. Aber auch der Kapitän konnte in seiner achtminütigen Einsatzzeit nicht verhindern, dass die Gäste aus Hüttenberg die Partie offen hielten (25./14:13). Erst im Schlussspurt des ersten Durchgangs sorgten die Kieler für ein beruhigendes 17:13.

Nachwuchs-Keeper Wendt mit zwei Paraden

Knapp zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da lagen die Gastgeber bereits mit sechs Toren vorn (32./19:13). Anschließend gönnte sich der THW eine kurze Schwächephase mit vielen Fehlwürfen (45./23:19), fing sich aber wieder. Dann durfte auch Duvnjak wieder ran und führte sich sogleich mit einem Tor ein - der Kroate erzielte das 25:19 (49.). Spätestens, als Duvnjak mit seinem zweiten Treffer das 30:22 erzielte (55.), war die Entscheidung gefallen. Gislason gewährte U23-Keeper Tim Wendt noch zwei Einsatz-Minuten - Niklas Landin fiel mit Magen-Darm-Infekt aus, Tom Landgraf ist gesperrt. Youngster Wendt durfte sich sogar noch für zwei Paraden feiern lassen und blieb ohne Gegentreffer. Ein gelungener Abschluss einer ansonsten glanzlosen zweiten Spielhälfte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 02.12.2017 | 22:40 Uhr

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