Niklas Weller vom HSV Hamburg. © imago images/Beautiful Sports

31:23 gegen Wetzlar: HSV-Handballer setzen Erfolgsserie fort

Stand: 30.09.2021 20:38 Uhr

Neuling HSV Hamburg sorgt in der Handball-Bundesliga weiter für Furore. Am Donnerstagabend gelang zu Hause ein erstaunlich souveränes 31:23 (17:10) gegen die HSG Wetzlar.

von Christian Görtzen

Allzu vielen Aufsteigern ist es in den vergangenen 15 Jahren nicht gelungen, gleich auf Anhieb zu einer echten Bereicherung für die Handball-Bundesliga zu werden. Der HSV Hamburg ist diesbezüglich auf einem exzellenten Weg. Mit jetzt 7:5 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen schon auf dem fünften Tabellenplatz. Wetzlar war chancenlos - und dabei hatten die Hessen am vergangenen Spieltag einen 38:16-Kantersieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf gefeiert. Aus einer starken HSV-Mannschaft ragte Torhüter Johannes Bitter heraus.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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HSV in Defensive und Offensive beeindruckend

Die Hamburger boten von Beginn an eine imponierende Leistung. In der Deckung wirkten sie sehr kompakt, die Spieler bewegten sich gut und bekamen Lücken schnell geschlossen. Und wenn die Gäste doch einmal mit ihren Würfen durchkamen, stand häufig der blonde Hüne zwischen den Pfosten, der 39 Jahre alte Bitter, einem Erfolgserlebnis im Weg. Als der Weltmeister von 2007 in der 24. Minute einen weiteren Wurf parierte, schrie der Hallensprecher voller Begeisterung in sein Mikrofon: "Lasst uns diesen Mann feiern!" Auf seine "Jogi"-Rufe kam von den Rängen ein lautes "Bitter!" zurück.

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Torhüter Johannes Bitter vom HSV Hamburg im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. © witters Foto: Leonie Horky

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14:8 stand es zu dem Zeitpunkt für den HSV, der zu keinem Zeitpunkt wie ein noch etwas grüner Liga-Neuling wirkte. Auch nicht im Angriff. Die Kombinationen waren flüssig, und mit guten Ideen und entsprechenden Zuspielen wurden Lücken in der HSG-Deckung gerissen. Das 17:10 zur Pause war gerechtfertigt, hatte der HSV im ersten Durchgang doch stark aufgetrumpft.

Bitter gibt Team in schwieriger Phase Halt

Und auch durch einen schwachen Start in die zweite Hälfte ließen sich die Hamburger nicht aus der Bahn werfen. Als es wackelig wurde, war es Routinier Bitter, der seinem Team Halt gab. Und das fing sich, traf wieder besser und fuhr einen letztlich ungefährdeten Sieg ein. Erfolgreichster Spieler bei den Norddeutschen war Jan Forstbauer mit acht Toren.

Statistik: HSV Hamburg - HSG Wetzlar 31:23 (17:10)

Tore Hamburg: Forstbauer 8, F. B. Andersen 5, Mortensen 5/3, Walullin 4, Weller 3, Wullenweber 2, Axmann 1, Bauer 1, Schimmelbauer 1, M. Späth 1
Tore Wetzlar: Rubin 10, Mellegard 3, Cavor 2, Holst 2/2, Novak 2, Fredriksen 1, Kusan 1, Nyfjäll 1, Srsen 1
Zuschauer: 2.511
Strafminuten: 12/4

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 30.09.2021 | 23:03 Uhr

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