Stand: 15.10.2019 20:51 Uhr

Aufstieg in die Dritte Liga - Lübeck auf gutem Weg

Der 13. Oktober war ein historischer Tag für den den Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck: Zum ersten Mal seit 25 Jahren gewannen die Grün-Weißen auswärts gegen Eintracht Norderstedt - mit 2:1. Unterstützt wurde das Team von 600 mitgereisten Fans. Im Jubiläumsjahr läuft es rund für den Verein, der 1919 gegründet wurde. Die Mannschaft von Trainer Rolf Landerl hat aktuell 33 Zähler auf dem Konto, einen mehr als Verfolger VfL Wolfsburg II, der jedoch ein Spiel mehr absolviert hat. Nach 13 Partien sind die VfB-Spieler auf Meisterschafts- und somit auf Aufstiegskurs. Denn dank neuer Regularien steigt der Erstplatzierte der Regionalliga Nord direkt in die Dritte Liga auf.

Einige Spieler des VfB Lübeck kommen nach einem Torerfolg zu einer Jubeltraube zusammen.

VfB Lübeck feiert ersten Sieg in Norderstedt

Der VfB Lübeck hat eine schwarze Serie in der Fußball-Regionalliga Nord durchbrochen. Mit dem 2:1 feierte der Tabellenführer seinen ersten Sieg bei Eintracht Norderstedt.

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Werder-Coach: VfB gehört in Liga drei

Geht es nach so manchem Gegner, wäre ein Aufstieg der Hansestädter auch längst überfällig. "Wer sich das hier anguckt, von der Kulisse und auch von den Möglichkeiten, dann ist das - glaube ich - die falsche Liga", sagte Konrad Fünfstück, Trainer der Reserve von Werder Bremen, nachdem seine Mannschaft in Lübeck verloren hatte. Er wünsche den Lübeckern "Alles Gute" und wurde dafür im Presseraum bejubelt.

"Wir gucken von Woche zu Woche"

Die Spieler stapeln hingegen tief: "Von Meisterschaft will ich gar nichts wissen - noch ganz, ganz lange nicht. Wir gucken jetzt von Woche zu Woche. Wir sind gern da oben, und wir wollen da oben so lange wie möglich bleiben", sagte Daniel Halke NDR Schleswig-Holstein. "Wir schauen in der Winterpause, auf welchem Platz wir stehen", ergänzte Teamkollege Sven Mende. Das dürfte auch die richtige Strategie für das Team von Trainer Landerl sein, denn die Saison ist noch lang und gegen die starken Verfolger aus Wolfsburg und Flensburg spielten die Lübecker bisher nur im heimischen Stadion. Gegen die starke Zweite von Holstein Kiel stehen sogar noch beide Spiele aus. Die großen Aufgaben kommen also noch.

Die meisten Zuschauer der Liga

Ein Blick auf die Drittliga-Statistiken spricht jedoch für die Lübecker. Top-Scorer Ahmet Arslan führt mit zehn Treffern nicht nur die vereinsinterne Torschützenliste an, er steht auch in der gesamten Liga auf Platz eins. DIe VfB-Abwehr ist die zweitbeste der Regionalliga - lediglich Weiche Flensburg kassierte weniger Gegentreffer. Und in einer weiteren Kategorie können die Lübecker überzeugen - außerhalb des Platzes. Auf den Rängen des Stadions an der Lohmühle standen oder saßen bislang im Schnitt 3.184 Fans - Topwert der Liga. Und auch zu Auswärtsspielen reisen mindestens 150 Fans. Viele von ihnen sind schon seit Jugendtagen Fans. Sie kennen den Verein noch aus Zweitligazeiten - dort spielte Lübeck zuletzt 2004. Jetzt entdecken sie den VfB wieder - und feiern das Team vielleicht bald in der Dritten Liga.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 13.10.2019 | 19:30 Uhr