Stand: 19.05.2018 17:51 Uhr

Nervenstark zum Double: VfL-Frauen gewinnen Pokal

von Florian Neuhauss, NDR.de

Zum vierten Mal in Folge heißt der Pokalsieger bei den Frauen VfL Wolfsburg! Die Niedersächsinnen setzten sich am Sonnabendnachmittag mit 3:2 (0:0) nach Elfmeterschießen gegen Bayern München durch. Großen Anteil am Erfolg hatte Torhüterin Almuth Schult, die zwei Elfmeter parierte - ein weiterer Versuch landete an der Latte. "Ich hatte einen guten Tag", freute sich Schult, lobte aber auch ihre Teamkolleginnen: "Man muss die Bälle auch erst mal reinmachen. Das war heute eine Teamleistung." Den entscheidenden Schuss verwandelte am Ende die Norwegerin Caroline Hansen.

Die Wolfsburgerinnen feierten den neunten Sieg in Folge gegen die Bayern und machten so das Double perfekt. Am vergangenen Sonntag hatte das Team von Coach Stephan Lerch bereits frühzeitig die Meisterschaft eingefahren. Für den VfL geht es sogar noch ums Triple: Am kommenden Donnerstag (18 Uhr) steht das Finale der Champions League gegen Olympique Lyon an.

Jubel bei den Frauen des VfL Wolfsburg © imago/foto2press

So sehen Sieger aus: VfL-Frauen feiern Pokalsieg

Sportclub -

Das Double in der Tasche, das Triple soll es werden: Die Frauen des VfL Wolfsburg haben ihren Pokalsieg nach dem Elfmeterkrimi gegen Bayern München gefeiert, aber mit Auge...

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"Wölfinnen" halten nur mit Glück die Null

VfL Wolfsburg - FC Bayern München

Wolfsburg: Schult - Blässe (66. Kerschowski), Fischer, Goeßling, Maritz - Gunnarsdottir - Dickenmann (106. Jakabfi), Harder, Neto (91. Wedemeyer), Hansen - Pajor (118. Masar)
München: Zinsberger - Maier, Wenninger, Demann, Faißt - Däbritz (102. Islacker), Behringer, Leupolz (99. Laudehr), Rolfö - Roord (63. Skorvankova), Rolser (117. Vonkova)
Zuschauer: 17.692

Bayern-Trainer Florian Wöhrle hatte die Wolfsburgerinnen vor dem Spiel zum haushohen Favoriten erklärt. Und so überließen die Münchnerinnen ihrem Gegner zunächst auch die Spielgestaltung. Die Taktik ging auf, die "Wölfinnen" taten sich ungemein schwer. Auf der anderen Seite lauerte der FCB geduldig auf Gelegenheiten. Fridolina Rolfö scheiterte an Torhüterin Almuth Schult (14.), Carina Wenninger traf nach einer Ecke aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig (18.). Und das hätte sich beinahe gerächt. Schult schaltete schnell und warf den Ball in den Lauf von Claudia Neto, die wiederum Caroline Hansen in Szene setzte. Die Norwegerin entwischte ihrer Bewacherin, Manuela Zinsberger im FCB-Tor war aber auf dem Posten. Die Bayerinnen fanden ihre Ordnung schnell wieder - und setzten die nächsten Nadelstiche: Einen Heber von Nicole Rolser lenkte Schult mit den Fingerspitzen auf die Latte (21.). Neun Minuten später verzog Rolfö aus guter Position.

Pajor lässt beste Chancen liegen

Die Münchnerinnen konnten jedoch ihr Tempo nicht bis zum Pausenpfiff halten - und der deutsche Meister war sofort da. Nur, Ewa Pajor wusste ihre Chancen nicht zu nutzen. Erst schoss die Polin aus elf Metern deutlich drüber (38.), dann eroberte die 21-Jährige selbst den Ball und lief frei auf Zinsberger zu. Doch statt auf die mitgelaufene Pernille Harder querzulegen, schoss sie die Torhüterin an (43.).

Schwaches Niveau in Hälfte zwei und Verlängerung

Almuth Schult pariert einen Elfmeter © picture alliance /  Rolf Vennenbe

Schult: "Double-Sieg fühlt sich richtig gut an"

NDR 2 -

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben zum vierten Mal in Serie den DFB-Pokal gewonnen - nicht zuletzt dank ihrer überragenden Torhüterin Almuth Schult.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte schnürten die Wolfsburgerinnen den FCB in der eigenen Hälfte ein. Doch mehr als eine scharfe Flanke von Lara Dickenmann, die Pajor und Hansen in der Mitte denkbar knapp verpassten, sprang nicht heraus (58.). In der Folge sank das Niveau von Minute zu Minute, Zweikämpfe bestimmten das Geschehen. Bayerns Sara Däbritz brachte bei einer der wenigen Chancen nur ein harmloses Schüsschen auf Schult zustande (83.). Vor dem FCB-Tor blockte Wenninger im letzten Moment einen Querpass von Harder (88.).

So ging es in die Verlängerung, die allerdings zunächst auch nicht mehr zu bieten hatte. Daran änderte auch das Comeback von Simone Laudehr nach monatelanger Verletzungspause nichts. Vielmehr hätte es nach einer Aktion der deutschen Nationalspielerin in der 110. Minute Elfmeter geben müssen. Bei einer Ecke stoppte die 31-Jährige Gegenspielerin Harder mit einem Ellenbogenhieb in den Bauch. Doch die Pfeife von Schiedsrichterin Sandra Stolz, die zuvor jedem Team einen möglichen Strafstoß verwehrt hatte, blieb stumm. So blieb es bis zum Abpfiff torlos - und die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen.

Wolfsburgs Frauen holen erneut den Pott

Dieses Thema im Programm:

Sport Aktuell | 19.05.2018 | 17:30 Uhr

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