Stand: 29.11.2019 21:30 Uhr

Rückschlag für den HSV - Osnabrück feiert Heimsieg

von Matthias Heidrich, NDR.de
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Der VfL Osnabrück konnte gegen den HSV seinen fünften Saisonsieg bejubeln.

Enttäuschung beim Aufstiegsfavoriten, Riesenjubel an der Bremer Brücke: Im Nordduell der Zweiten Liga hat der HSV am Freitagabend seine zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen. Aufsteiger VfL Osnabrück feierte im eigenen Stadion einen nicht unverdienten 2:1 (2:0)-Sieg und baute seine Serie auf nun sechs Partien in Folge ohne Niederlage aus.

Hecking: "Sind heute zurecht bestraft worden"

"Wir haben in der ersten Hälfte jegliche Zweikampfhärte vermissen lassen. Dafür sind wir heute zurecht bestraft worden", sagte ein verärgerter HSV-Trainer Dieter Hecking im NDR Interview und gab seinem Team einen eindringlichen Rat mit auf den Weg: "Wir müssen nicht nur schön spielen, wir müssen dreckiger werden."

Harnik verpasst die HSV-Führung

Der HSV hatte zunächst alles im Griff. Individuell ohnehin besser und mit mehr Ballbesitz drängte der Spitzenreiter auf das 1:0. In der 23. Minute bediente Tim Leibold Martin Harnik, doch der überlegte Abschluss des HSV-Angreifers sprang vom Innenpfosten des VfL-Tores wieder ins Feld. Ein, zwei Zentimeter weiter rechts und die Partie hätte wohl einen anderen Verlauf genommen. Doch so verpassten die Hamburger den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer und die Osnabrücker wachten auf.

Schmidt bittet zum Tanz - der HSV guckt zu

15.Spieltag, 29.11.2019 18:30 Uhr

VfL Osnabrück

2

Hamburger SV

1

Tore:

  • 1:0 Nik. Schmidt (37.)
  • 2:0 Blacha (45. +2)
  • 2:1 Kittel (64.)

VfL Osnabrück: P. Kühn - Heyer, Susac, Van Aken - Ajdini, Taffertshofer, Blacha, Agu - Nik. Schmidt (72. Köhler) - Amenyido (56. Heider), Alvarez (90.+2 Br. Henning)
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Narey, G. Jung, van Drongelen (78. Ewerton), Leibold - Dudziak, Fein, C. Moritz (46. Kinsombi), Kittel - Harnik, Wood (46. Samperio Bustara)
Zuschauer: 15800 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Allen voran Niklas Schmidt: Der VfL-Spielmacher "tanzte" in der 34. Minute regelrecht zum 1:0 für die Gastgeber. Nach einem Fehlpass des indisponierten HSV-Stürmers Bobby Wood schüttelte der Blondschopf die wenig engagierten Christoph Moritz, Rick van Drongelen und Gideon Jung geschmeidig ab und vollendete clever mit der Picke - ein toller Treffer. "Das war eine brutal geile Einzelleistung", sagte VfL-Coach Daniel Thioune nach dem Spiel im NDR Interview.

Auch beim zweiten Tor der Niedersachsen stand die HSV-Abwehr freundlich Spalier - David Blacha vollendete letztlich zum 2:0 (45.+2). Kurz zuvor hatte Osnabrücks Keeper Phillip Kühn ein Geschoss aus der zweiten Reihe von Khaled Narey entschärft (42.).

Kittel verkürzt für den Hamburger SV

Hecking reagierte und nahm Moritz und Wood zur Pause raus. David Kinsombi und Jairo Samperio durften ran. Der Spanier kam dem Anschlusstreffer recht nahe, als er VfL-Schlussmann Kühn mit einem schönen Schlenzer zu einer Glanzparade zwang (60.). Wenig später wurde das Engagement der Gäste aber belohnt. Sonny Kittel nutzte eine Unordnung in der VfL-Abwehr und traf flach ins lange Eck zum 1:2 (64.).

So richtig den Schalter umlegen konnten die Hamburger trotzdem nicht. Ein Kinsombi-Kopfball knapp über die Latte (82.), viel mehr hatte der fahrige HSV offensiv nicht zu bieten. Marc Heider hätte beinahe noch das dritte Tor für den VfL erzielt, doch Hamburgs Schlussmann Daniel Heuer Fernandes verhinderte das mit einem starken Reflex (89.). Auch die von Bryan Henning vertändelte Konterchance als letzte Aktion des Spiels (90.+4) fiel nicht mehr ins Gewicht. Für die Niedersachsen reichte es aber auch so zum fünften Saisonsieg. "Meine Jungs lassen sich ja nicht sagen, dass sie etwas nicht können. Und wir können auch HSV", sagte ein stolzer Thioune.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.12.2019 | 22:50 Uhr