Stand: 25.08.2019 10:00 Uhr

Bringt es Osnabrück in Nürnberg auf den Punkt?

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Marcos Alvarez hat mit zwei Toren seinen Anteil am gelungenen Osnabrücker Saisonstart.

Hand aufs Herz - wer hätte vor der Saison gedacht, dass der VfL Osnabrück heute (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) als Tabellendritter beim 1. FC Nürnberg antreten wird, der seinerseits nur auf Platz 15 rangiert? Beim Duell Bundesliga-Absteiger gegen Zweitliga-Aufsteiger war die umgekehrte Konstellation wahrscheinlicher. Doch während Nürnberg mit nur einem Sieg aus drei Spielen einen Fehlstart in die Saison hinlegte, hat der VfL nicht zuletzt mit dem fulminanten 4:0-Heimerfolg gegen Darmstadt reichlich Selbstbewusstsein gesammelt. Trainer Daniel Thioune sprach nach dem zweiten Saisonerfolg im NDR Hörfunk von einem "geilen Fußball-Abend".

Mögliche Aufstellung VfL Osnabrück

Gugganig mit positiven Erinnerungen an Nürnberg

Geile Fußball-Abende in Nürnberg erlebten die Osnabrücker bislang noch nie. Bei vier Gastspielen (drei in der Liga, eines im DFB-Pokal) gab es vier Niederlagen. Auch die Gesamtbilanz spricht eher für die Franken, die von zehn Duellen sieben gewannen.

Bessere Erinnerungen an das Nürnberger Max-Morlock-Stadion hat hingegen Osnabrücks Lukas Gugganig - der Österreicher siegte mit der SpVgg Greuther Fürth im März 2018 im prestigeträchtigen Frankenderby mit 2:0. Der VfL-Neuzugang dürfte nicht nur deshalb auch heute wieder in der Startelf stehen. Der 24-Jährige ist in der Abwehrkette gesetzt, verpasste bislang keine einzige Spielminute. Lediglich im Pokalspiel gegen Leipzig (2:3) ging Gugganig nicht über die volle Distanz, sondern wurde kurz vor dem Ende ausgewechselt. VfL-Coach Thioune kündigte am Freitag auf der Pressekonferenz zum Spiel keine größeren Veränderungen an, "schließlich standen gegen Darmstadt elf Spieler auf dem Platz, die nicht viel verkehrt gemacht haben".

Thioune mahnt: "Haben große Aufgaben vor uns"

Die VfL-Profis strotzen vor Selbstvertrauen. "Wir brauchen uns nicht klein zu reden. Wir wollen nicht einfach nur unten rumspielen", sagte Anas Ouahim. Joost van Aken, der gegen Darmstadt ein starkes Debüt feierte, erklärte: "Wenn wir weiter solche Leistungen liefern, können wir unangenehm für jeden Gegner sein." Thioune mahnt trotz aller Euphorie zur Zurückhaltung. "Wir wollen schon demütig bleiben und haben große Aufgaben vor uns", sagte der 45-Jährige. In der Tat: Am 1. September gastiert der ebenfalls gut in die Saison gestartete Mitaufsteiger Karlsruher SC an der Bremer Brücke, dann geht es zum Tabellenfünften Erzgebirge Aue, und am 22. September kommt der FC St. Pauli nach Osnabrück.

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Hallo Niedersachsen | 25.08.2019 | 19:30 Uhr