Stand: 29.11.2019 10:08 Uhr

VfL Osnabrück: Endlich wieder Brückentag gegen den HSV

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So war es im Pokalduell 2017: Osnabrücks Marcos Alvarez (l.) im Duell mit Hamburgs Gideon Jung.

Man muss lange in den Fußball-Annalen zurückblättern, um auf das bislang letzte Ligaduell zwischen dem VfL Osnabrück und dem Hamburger SV zu stoßen. Am 16. Dezember 1962 unterlagen die Lila-Weißen in der Oberliga Nord dem HSV mit 1:3. Für die Hamburger trafen Uwe Seeler, Gert Dörfel und Uwe Reuter, für den VfL war ein gewisser Udo Lattek erfolgreich. Danach trennten sich die Wege - der HSV wurde Gründungsmitglied der Bundesliga, Osnabrück kam nie über die Zweite Liga hinaus. So sind 57 Jahre vergangen, ehe beide Teams heute Abend (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) wieder auf Liga-Ebene aufeinandertreffen.

Osnabrück-Coach Thioune: "Wir müssen wieder Grenzen verschieben"

Osnabrücks Trainer Daniel Thioune weiß um die Schwere der Aufgabe, die dem Zweitliga-Aufsteiger gegen den Tabellenführer bevorsteht.

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"Die Einzelqualität des Gegners ist sicherlich höher. Wir müssen wieder Grenzen verschieben. Aber wir haben Ideen", sagte der 45-Jährige am Mittwoch auf der Pressekonferenz zum Spiel. Die Rolle des Underdogs bekam den Niedersachsen in der jüngeren Vergangenheit gut: Gleich zweimal kegelten die Lila-Weißen den großen Favoriten aus dem DFB-Pokal - am 23. September 2009 (4:2 im Elfmeterschießen) und am 13. August 2017 (3:1).

Thioune freut sich vor allem auf das Wiedersehen mit seinem früheren Trainer Dieter Hecking. Der heutige HSV-Coach lotste den damaligen Stürmer 2002 zum VfB Lübeck. Mit dem Zweitligisten erreichten beide das Halbfinale des DFB-Pokals. "Er ist der einzige Trainer, der es mit mir zwei Jahre ausgehalten hat. Sein Weg ist sehr weit nach oben gegangen. Ich bin beeindruckt von seinem Werdegang", erklärte Thioune.

HSV-Keeper Heuer Fernandes ist einsatzbereit - Hunt nicht

Auf ein Wiedersehen mit ihrem früheren Torwart dürfen sich die VfL-Fans freuen. HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes hütete von 2013 bis 2015 in 60 Drittligaspielen das Osnabrücker Tor. Es war sein Durchbruch im Profifußball. Über Darmstadt 98 führte sein Weg im vergangenen Sommer zum HSV. Der 27-Jährige zog sich beim 2:1-Erfolg des HSV gegen Dresden zwar eine Schienbeinprellung zu, meldete sich aber Mittwoch im Training zurück.

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Wieder einmal fehlen wird Kapitän Aaron Hunt, der sich dieses Mal mit einem fiebrigen Infekt abmeldete. "Er hätte von Beginn an gespielt", kommentierte Hecking Hunts Ausfall. Auch Lukas Hinterseer reist nicht mit nach Osnabrück. Die Oberschenkelprellung, die sich der Österreicher bei der Nationalmannschaft zugezogen hatte, lässt einen Einsatz nicht zu. Neben dem Rot-gesperrten Bakery Jatta fehlt Hecking damit eine weitere wichtige Option. Die Alternativen Bobby Wood und Jairo drängten sich in der Partie gegen Dresden nicht auf. Dennoch könnte einer von beiden im Sturm eine erneute Chance bekommen.

Osnabrück ohne Personalsorgen

Auf Osnabrücker Seite sind die Sorgen geringer. Viele Rekonvaleszenten sind zurück und sorgen für Konkurrenzkampf. "David Blacha, Joost van Aken und auch Kevin Friesenbichler sind wieder vollkommen genesen. Nils-Jonathan Körber ist wieder voll im Training", zählte Thioune auf. Auch Anas Ouahim wird bis zum Anpfiff wohl fit werden: "Er hat einen leichten Magen-Darm-Infekt", erklärte der VfL-Coach, der für die Partie gegen den HSV eine klare Marschrichtung ausgegeben hat: "Wir wollen sehr aktiv sein, maximalen Stress bei ihnen auslösen. Wir wollen für den HSV eine Herausforderung und maximal eklig sein."

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.12.2019 | 22:50 Uhr