Stand: 25.08.2019 15:34 Uhr

Osnabrück verliert Nürnberg-Spiel - und den Torhüter

von Florian Neuhauss, NDR.de
Droht dem VfL Osnabrück lange zu fehlen: Torwart Nils Körber.

Der VfL Osnabrück hat in Nürnberg einen ganz bitteren Sonntag erlebt. Der Zweitliga-Aufsteiger kassierte beim FCN nicht nur eine knappe 0:1 (0:0)-Niederlage, die Lila-Weißen müssen auch einen schweren personellen Rückschlag wegstecken. Stammtorhüter Nils Körber verletzte sich gegen Ende der ersten Hälfte offenbar schwer am Knie und droht den Niedersachsen lange zu fehlen. Vertreter Philipp Kühn machte seine Sache gut, konnte die fünfte Pleite des VfL im fünften Pflichtspiel beim 1. FC Nürnberg jedoch nicht verhindern. "Es war ein extrem intensives Spiel. Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt, vielleicht noch den Ausgleich machen zu können. Es hat aber nicht gereicht", sagte Kapitän Marc Heider nach der Partie, die kurioserweise wegen Verletzungs- und Trinkpausen bei hochsommerlichen Temperaturen insgesamt 105 Minuten gedauert hatte.

Osnabrück jubelt - aber nur kurz

Die Osnabrücker hatten sich von der Statistik nicht beeindrucken lassen und legten beherzt los. Kapitän Marc Heider ging links im Sechzehner bis zur Grundlinie durch und legte den Ball geschickt zurück. Dort lauerte Anas Ouahim, dessen Schuss aber knapp am langen Pfosten vorbeiging (5.). Die Anfangsphase gehörte klar dem VfL.

4.Spieltag, 25.08.2019 13:30 Uhr

1.FC Nürnberg

1

VfL Osnabrück

0

Tore:

  • 1:0 Geis (80.)

1.FC Nürnberg: Mathenia - Sörensen, Erras, Jäger - Valentini, Geis, Handwerker (46. Nürnberger) - Medeiros (71. Behrens), Hack (89. Kerk) - Dovedan, Frey
VfL Osnabrück: Körber (45.+2 P. Kühn) - Heyer, Gugganig (46. Köhler), Van Aken (75. Susac) - Agu, Taffertshofer, Blacha, Wolze - Amenyido, Ouahim, Heider
Zuschauer: 27083

Weitere Daten zum Spiel

Doch der Bundesliga-Absteiger kam mit fortlaufender Spieldauer besser in die Partie. Bei einem Freistoß von Johannes Geis verschätzte sich Körber. Die abgefälschte Flanke landete am Pfosten (17.). Osnabrücks Abwehrchef Lukas Gugganig blockte im letzten Moment den einschussbereiten Michael Frey (19.), der sechs Minuten später zudem an Körber scheiterte. Richtig lang machen musste sich der Schlussmann, der weit vor seinem Tor stand, bei einem 45-Meter-Schuss von Robin Hack (43.). Körber hatte sich gerade warmgeflogen, da folgte das jähe Ende: Bei Iuri Medeiros' Abschluss war der 22-Jährige zwar erneut zur Stelle, verletzte sich dabei jedoch und musste raus (44.).

Die beste Chance der ersten Hälfte hatten allerdings die Niedersachsen. Nach einem Steilpass lief Ouahim frei aufs Nürnberger Tor zu und vollendete eiskalt (37.). Doch die Fahne ging hoch - Abseits! Wirklich? Mehrere Minuten dauerte es, bis Schiedsrichter Sven Waschitzki gemeinsam mit seinem Assistenten (!) die Videobilder gesichtet hatte. Das Tor zählte zu Recht nicht. Allerdings nicht, weil Ouahim im Abseits gestanden hätte. Dafür Heider, der zwar selbst gar nicht am Ball war, aber durch eine Finte aktiv geworden war.

Geis zieht Osnabrück den Zahn

Zur zweiten Hälfte wechselte VfL-Coach Daniel Thioune offensiv und stellte von 3-4-2-1 auf 4-4-2 um. Das Zeichen war klar: Der VfL wollte sich nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Doch die Teams neutralisierten sich nun zusehends. Zudem unterbanden mehrere Verletzungspausen den Spielfluss.

Doch in der Schlussphase konnten sich die Osnabrücker immer seltener befreien, ihnen ging merklich die Luft aus. Körber-Ersatz Kühn bewahrte sein Team gegen Enrico Valentini noch vor dem Rückstand (74.), war aber wenig später machtlos, als Geis ungestört aus 20 Metern abzog und den Ball im Eck versenkte (80.). Der VfL kam nur noch zu einer Chance, als Ouahim scheiterte (85.). Weder in den letzten Minuten der regulären Spielzeit noch in der achtminütigen Nachspielzeit ging vom Aufsteiger Gefahr aus.

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Sportreport | 25.08.2019 | 18:05 Uhr