Stand: 07.10.2019 14:43 Uhr

Kiel entlässt Manager Wohlgemuth - Stöver übernimmt

Uwe Stöver kehrt als Manager zu Holstein Kiel zurück.

Holstein Kiel hat am Montag überraschend seinen Manager Fabian Wohlgemuth entlassen - und schon einen Nachfolger präsentiert. Uwe Stöver, der bereits von Dezember 2015 bis Mai 2016 als Sportchef beim damaligen Drittligisten arbeitete, kehrt an die Förde zurück. Gründe für die Trennung von Wohlgemuth nannten die "Störche" nicht. Wohlgemuth hatte im Sommer 2018 die Nachfolge von Sport-Vorstand Ralf Becker angetreten, der zum Hamburger SV gewechselt war, und vor dieser Saison André Schubert als neuen Trainer verpflichtet. Doch sowohl unter Schubert als auch unter Interimstrainer Ole Werner stimmten die Ergebnisse nicht. Mit lediglich acht Punkten aus neun Spielen belegen die Schleswig-Holsteiner Relegationsrang 16.

Kurioserweise hatte Wohlgemuth nach der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Regensburg noch Werner das Vertrauen ausgesprochen. Nicht mal einen Tag später wurde ihm Selbiges entzogen. Und auch die Zukunft von Werner als Cheftrainer ist nun wieder fraglicher denn je.

Keine Angaben zur Trennung von Wohlgemuth

Bild vergrößern
Manager Fabian Wohlgemuth (l.) ist weg, darf Interimstrainer Ole Werner bleiben?

"Wir danken Fabian Wohlgemuth für seine Arbeit, die er für die KSV geleistet hat und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute", sagte Aufsichtsratschef Stefan Tholund lediglich. Ausführlicher äußerte sich Kiels Chefkontrolleur zur Personalie Stöver. Nach der Entscheidung gegen Wohlgemuth sei die Anfrage "beim absoluten Wunschkandidaten" der logische Schritt gewesen. Schließlich hätte man den 52-Jährigen bei Holstein "in sehr guter Erinnerung behalten".

Stöver hatte die Kieler Verantwortlichen damals aus privaten Gründen um die Auflösung seines Vertrages gebeten und war in seine Wahlheimat Mainz zurückgekehrt. Zuletzt arbeitete er als Manager beim FC St. Pauli, bei dem er im April gemeinsam mit Trainer Markus Kauczinski von seinen Aufgaben entbunden worden war.

Stöver freut sich auf "spannenden Verein"

Nun also wieder der hohe Norden. "Ich habe Holstein Kiel in dieser Zeit als familiären Verein kennengelernt, in dem alle Mitarbeiter mit hoher Professionalität und großer Leidenschaft für den Erfolg arbeiten", meinte der gebürtige Wuppertaler. "Mir ist dieser Schritt seinerzeit unglaublich schwergefallen, aber er war in diesem Moment alternativlos. Es freut mich ungemein, dass ich nun noch ein zweites Mal bei diesem spannenden Verein an Bord gehen darf."

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 07.10.2019 | 14:25 Uhr