Stand: 06.10.2019 15:55 Uhr

Holstein Kiel verspielt Punkt und behält Trainer

von Florian Neuhauss, NDR.de
Kiels Dominik Schmidt schimpft © imago images/Holsteinoffice Foto: imago images/Holsteinoffice
Kiels Dominik Schmidt schimpfte nach dem 1:2 wie ein Rohrspatz.

Holstein Kiel kommt in der Zweiten Liga nicht in Fahrt. Eine Woche nach dem "Befreiungsschlag" in Fürth folgte schon der nächste Tiefschlag. Die "Störche" unterlagen zu Hause am Sonntag gegen Jahn Regensburg mit 1:2 (1:1). Eine ganz unglückliche Figur machte dabei Ioannis Gelios. Der Torhüter sah beim Ausgleich unglücklich aus und verschuldete dann auch noch das zweite Gegentor. So rutschten die Schleswig-Holsteiner in der Tabelle auf den Relegationsplatz ab. Trotzdem bleibt Interimstrainer Ole Werner "bis auf Weiteres" in der Verantwortung. "Das stand schon vor der Begegnung fest", sagte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth dem NDR. Zuvor hatte sich die Mannschaft für ihren neuen Chef ausgesprochen.

Kiel erst überlegen, dann unglücklich

Gegen den Jahn hatte die KSV auch gut angefangen. Immer wenn die "Störche" über die Flügel die schnellen Makana Baku und David Atanga einsetzten, wurde es gefährlich. Die erste Großchance ergab sich so in der neunten Minute. Atangas Hereingabe legte Baku ab, aber den Schuss von Alexander Mühling klärte Regensburgs Marcel Correia auf der Linie.

9.Spieltag, 06.10.2019 13:30 Uhr

Holstein Kiel

1

J. Regensburg

2

Tore:

  • 1:0 M. Baku (16.)
  • 1:1 George (30.)
  • 1:2 Albers (87.)

Holstein Kiel: Gelios - Todorovic (88. Lauberbach), Schmidt, Wahl, van den Bergh - Meffert, M. Baku (69. Khelifi), Mühling, J. Lee, Atanga (75. S. Özcan) - Serra
J. Regensburg: Meyer - Saller (46. Knipping), Correia, Nachreiner, Okoroji - Besuschkow, Gimber, George, Palacios Martínez (83. Geipl) - Wekesser (61. Albers), Grüttner
Zuschauer: 10065

Weitere Daten zum Spiel

Der Jahn versteckte sich nicht, blieb aber ungefährlich. Anders die Kieler: Atanga rutschte beim Abschluss noch weg (15.), eine Zeigerumdrehung später stand es 1:0. Nach einem Doppelpass mit Atanga kam Baku zum Abschluss, der Schuss wurde noch abgefälscht und schlug unhaltbar für Torhüter Alexander Meyer im Netz ein. Der vierte Treffer des U21-Nationalspielers.

Am Bild änderte sich nach dem Treffer nichts. Die Oberpfälzer waren bemüht, aber nicht zwingend. Doch das brauchten sie auch nicht - der Zufall stand Pate. Jahn-Kapitän Marco Grüttner kam an eine Flanke von Jann George zwar nicht heran, irritierte mit seinem langen Bein aber Kiels Keeper Ioannis Gelios. Der Deutsch-Grieche reagierte zu spät, und der Ball lag im Netz. Das 1:1 wie aus dem Nichts (30.).

Das zweite Tor des Tages zeigte Wirkung. Plötzlich hatten die Bayern Oberwasser, und Holstein geriet immer wieder unter Druck. Endstation der Gäste-Angriffe war aber nun stets Gelios. Das Remis zur Pause war mithin leistungsgerecht.

Gelios' Patzer kostet Holstein den Punkt

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich die Teams zunächst - oder anders ausgedrückt: Das Niveau sank rapide. Doch plötzlich hatte Regensburgs Joker Andreas Albers die Führung auf dem Fuß. Nach starkem Zuspiel von George stand der Däne frei vor Gelios, vergab allerdings kläglich (69.). Auf der anderen Seite wurden Chancen von Salim Khelifi (75.) und Jae-Sung Lee (78.) geblockt.

Die Schlussphase hatte es dann aber in sich. Erst hätte Kiels Dominik Schmidt auf 2:1 für die KSV stellen können, scheiterte aber mit seinem Schuss an Meyer (82.) und köpfte bei der folgenden Ecke drüber (83.). Vier Minuten später versuchte Schmidt dann gegen Albers einen Ball so zu blocken, dass Gelios klären konnte. Doch der Keeper traf den Ball nicht. Schmidt hatte sich auf seinen Schlussmann verlassen - und Albers konnte zum 2:1 für die Gäste einschieben (87.). Die Hausherren warfen noch mal alles nach vorne - aber ohne Erfolg.

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.10.2019 | 23:00 Uhr

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