Stand: 05.12.2019 17:25 Uhr

Holstein Kiel empfängt Favoritenschreck Osnabrück

Applaus für die "Störche"-Fans von Holstein-Kapitän Hauke Wahl (r.) und Johannes van den Bergh.

Für Holstein Kiel ist am Wochenende schon Weihnachten. Das letzte Heimspiel des Jahres steht an, und die Fans haben ein besonderes Geschenk für ihren Club: Im Nordduell gegen den VfL Osnabrück am Sonnabend (13 Uhr / im NDR Livecenter) wird die 66 Jahre alte Zuschauer-Bestmarke fallen. Wie die KSV mitteilte, waren in diesem Jahr bislang 181.679 Zuschauer im Holstein-Stadion, und für das Nordduell waren bis zum Donnerstag bereits 11.000 Tickets verkauft. 1953 schauten sich während der gesamten zwölf Monate 185.000 Besucher die "Störche" live an. Damals spielte die KSV noch in der höchsten Spielklasse, der Oberliga Nord.

Werner führt Kiel auf Rang sechs

Der Zug in Richtung Beletage des deutschen Fußballs ist auch in dieser Saison noch nicht abgefahren. Nach der Trennung von André Schubert kletterten die Kieler unter der Regie von Trainer Ole Werner vom 16. auf den sechsten Tabellenplatz. Vier der letzten sechs Spiele haben die "Störche" gewonnen, aktuell beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz fünf Punkte.

Starker Aufsteiger VfL Osnabrück

Andererseits rangiert der kommende Gegner auch nur einen Zähler hinter Kiel. Osnabrück (9.) ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Zweiten Liga. Der Aufsteiger hat zuletzt die Topfavoriten VfB Stuttgart (1:0) und Hamburger SV (2:1) geschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 7. Oktober (0:1 gegen Bielefeld). "Sie verstecken sich nicht beim Anlaufen und gehen aggressiv zu Werke", warnte Werner seine Spieler.

Thioune und die Erwartungshaltung

Sein Gegenüber Daniel Thioune kämpft derzeit vor allem gegen die Erwartungshaltung an der Bremer Brücke. "Sie wächst", sagte er. "Gegen den VfB war noch Feierstimmung. Den Erfolg gegen den HSV haben wohl schon einige erwartet." Und das, obwohl Thioune inzwischen auf acht verletzte Spieler verzichten muss. Zuletzt verabschiedete sich Etienne Amenyido ins Krankenlager. Der Stürmer hatte sich beim Sieg gegen den HSV einen Syndesmose-Anriss zugezogen. Hoffnung gibt es hingegen bei Maurice Trapp. Der Innenverteidiger, der in der Aufstiegssaison zu den Stützen der Mannschaft zählte, steht nach seiner Bandscheiben-Operation vor der Rückkehr in den Kader.

Bei den Kielern ist Alexander Mühling, der beim 2:1 in Dresden wegen einer Bänderdehnung fehlte, wieder im Mannschaftstraining. Jannik Dehm ist nach seinem Schienbeinbruch noch nicht wieder voll einsatzfähig, Philipp Sander fällt wegen einer Reizung der Adduktoren aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 07.12.2019 | 13:00 Uhr