Stand: 20.08.2019 12:09 Uhr

Hannover 96: Hansson ist noch nicht das Ende

Nach zwei sieglosen Spielen zum Saison-Auftakt und dem anschließenden Pokal-Aus war Fußball-Zweitligist Hannover 96 im Krisenmodus angekommen. Profichef Martin Kind beorderte Trainer Mirko Slomka und Sportchef Jan Schlaudraff zum Gespräch, gemeinsam kam man zu dem Entschluss, den Kader zu verstärken. Die Umsetzung erfolgte zügig. Erst wurde Verteidiger Jannes Horn vom 1. FC Köln ausgeliehen, dann folgte der 3:0-Auswärtssieg in Wiesbaden als sportlicher Brustlöser und am Montagabend in Stürmer Emil Hansson von Feyenoord Rotterdam der nächste Neuzugang.

Hannovers Trainer Mirko Slomka © imago images / Sportfoto Rudel

Slomka: "Sieg wird uns Selbstvertrauen schenken"

Nach dem 3:0 bei Wehen Wiesbaden wird bei Hannover 96 durchgeatmet. Über die bisherige Saison und weitere Neuverpflichtungen sprechen Trainer Mirko Slomka und Sportdirektor Jan Schlaudraff im Sportclub-Interview.

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Hansson weiß, wie man aufsteigt

"Wir brauchen in der Offensive Typen, die Chancen herausspielen und dann eiskalt verwandeln. Emil Hansson bringt trotz seiner Jugend die notwendige Coolness mit und ist deshalb ein spannendes weiteres Puzzleteil für unsere Mannschaft", sagte 96-Coach Slomka. Der 21 Jahre alte Schwede, der sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum eingesetzt werden kann, weiß zudem, wie man aufsteigt: Hansson war in der vergangenen Saison an den niederländischen Zweitligisten RKC Waalwijk ausgeliehen und hatte mit zwölf Toren und elf Vorlagen in 35 Spielen entscheidenden Anteil daran, dass der Club nun in der Eredivisie spielen darf.

Slomka und Schlaudraff werben um Geduld

Nun soll der Stürmer dafür sorgen, dass Hannover nach dem "schwerfälligen Saisonstart" (Slomka im Sportclub Interview) endlich Fahrt aufnimmt. Sportchef Schlaudraff wirbt dabei um Geduld: "Die Jungs, die hier waren, haben in letzter Zeit viel verloren und waren in einem Negativstrudel", sagte der Manager, "andere haben wenig gespielt oder waren verletzt. Wir setzen außerdem auf junge Spieler. Das klappt nicht alles von heute auf morgen. Der Kopf spielt im Fußball eine große Rolle."

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Emil Hansson im Trikot des RKC Waalwijk - Farben, die in Hannover nicht so gut ankommen...

Auch Slomka hat eine Erklärung parat dafür, warum bislang bei den "Roten" noch nicht alles im grünen Bereich ist: "Wir hatten erst sehr spät einen einigermaßen guten Kader zusammen, ich habe hier mit lediglich zwölf Spielern angefangen." Mit dem Verkauf von Walace "fiel dann der Dominostein", der Bewegung in die Personalplanung brachte. Bis dahin sei auch in der Mannschaft eine gewisse Unruhe vorhanden gewesen, so Slomka.

Kaderumbruch noch nicht abgeschlossen

Bis zum 2. September - dem Ende des Transferfensters - sollen nun noch der eine oder andere Spieler verpflichtet werden, aber auch noch Profis den Club verlassen. "Wir brauchen noch ein paar Pfeiler, um das stabile Gerüst, das wir jetzt haben, weiter zu festigen", erklärte Slomka. Als Neuzugang ist der 21 Jahre alte Kölner Mittelfeldspieler Salih Özcan im Gespräch. Potenzielle Abgabekandidaten sind Torwart Michael Esser, Matthias Ostrzolek, Jonathas, Miiko Albornoz oder Genki Haraguchi.

Hannover 96: Kader für die Saison 2019/2020

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 20.08.2019 | 12:25 Uhr