Stand: 13.01.2020 17:25 Uhr

DFB-Sportgericht weist 96-Protest erneut zurück

Referee Martin Thomsen (r.) erkannte das vermeintliche 2:2 von Marc Stendera gegen Darmstadt nicht an.

Die Hoffnungen von Hannover 96 auf eine Wiederholung des Zweitliga-Duells vom 25. November des vergangenen Jahres mit Darmstadt 98 (1:2) sind wohl endgültig geplatzt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Einspruch der Niedersachsen auch in mündlicher Verhandlung als unbegründet zurückgewiesen. Es folgte damit dem vorangegangenen Einzelrichterurteil des DFB-Sportgerichts vom 17. Dezember 2019. "Weder dem Videoassistenten noch dem Schiedsrichter kann ein Regelverstoß nachgewiesen werden. Die Aberkennung des Treffers ist letztlich eine unanfechtbare schiedsrichterliche Tatsachenentscheidung", erklärte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans Eberhard Lorenz. 96 kündigte an, "nach vorliegender schriftlicher Urteilsbegründung" prüfen zu wollen, ob es in die Rechtsmittelinstanz gehen und das Bundesgericht als höchstes Organ der DFB-Gerichtsbarkeit anrufen wird.

"Tor hätte 100 Jahre lang gezählt"

Hannover hatte seinen Protest damit begründet, dass Referee Martin Thomsen regelwidrig das vermeintliche Tor zum 2:2-Ausgleich durch Marc Stendera zurückgenommen habe. Der Unparteiische, der kurz vor dem Schuss vom Spielball gestreift worden war, hatte seine ursprüngliche Entscheidung nach einer Intervention aus dem Kölner Videokeller revidiert. "Dieses sehenswerte Tor hätte 100 Jahre lang gezählt, mit der Änderung der Regel 9 zu Saisonbeginn zählt es nicht mehr", sagte Lorenz. Tatsächlich galt der Fußball-Schiedrichter über Jahrzehnte hinweg als "Luft", mittlerweile jedoch heißt es in der neu gefassten Regel 9: "Der Ball ist aus dem Spiel, wenn er einen Spieloffiziellen berührt, aber auf dem Spielfeld bleibt und ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst, der Ball direkt ins Tor geht oder der Ballbesitz wechselt."

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Sport aktuell | 13.01.2020 | 17:25 Uhr