Stand: 26.10.2019 09:04 Uhr

HSV: Hecking warnt vor Selbstzufriedenheit

Spieler des Hamburger SV nach dem 1:1 in Bielefeld © Witters Foto: Tim Groothuis
Der HSV geht als Tabellenführer in das Topduell mit dem VfB Stuttgart.

Unterschiedlicher könnte die Stimmung vor dem heutigen Gipfelduell der zweiten Fußball-Bundesliga (13 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) im Hamburger Volksparkstadion kaum sein. Während der VfB Stuttgart nach zwei Niederlagen in Folge mit reichlich Frust anreist, herrscht beim HSV beste Stimmung. Die Hanseaten sind seit vier Spielen ungeschlagen und blicken zudem seit dem Stotterstart gegen Darmstadt (1:1) auf die makellose Heimbilanz von vier Siegen und 10:0 Toren zurück. Trainer Dieter Hecking mahnte nach dem jüngsten 1:1 in Bielefeld dennoch: "Wir stehen auf Platz eins und haben ein gutes Gefühl. Das darf jetzt aber nicht zu einer Selbstzufriedenheit führen." Am Donnerstag richtete der Coach zudem einen Appell an die Fans: "Es kann gegen den VfB passieren, dass es nicht rund läuft. Dann wird es wichtig sein, dass das ganze Stadion hinter der Mannschaft steht. Das wünsche ich mir."

Hecking sieht Fortschritt

Die Partie bei den Ostwestfalen bezeichnete Hecking als Fortschritt in der Entwicklung seiner Mannschaft, "selbst wenn wir verloren hätten". Zwar sei sein Team in der zweiten Halbzeit in Bedrängnis geraten, habe sich aber erfolgreich gewehrt - und dabei weiter versucht, nach fußballerischen Lösungen zu suchen und nicht auf simple lange Bälle gesetzt. Dennoch erklärte Hecking: "Wir müssen weitere Schritte machen und weiter an unserem Spielaufbau arbeiten."

Breiter Kader bietet viele Möglichkeiten

Das Personal dafür steht dem HSV-Coach in der Partie gegen den Verfolger Stuttgart zur Verfügung.

Aaron Hunt meldete sich im Training zurück, Hecking ("Wir werden kein Risiko eingehen") ließ aber offen, ob der 33-Jährige zum Einsatz kommt. Das Team ist aber - im Gegensatz zur Vorsaison - längst nicht mehr abhängig von der Fitness seines Kapitäns. Der breite HSV-Kader ist ausgeglichen und bietet zahlreiche Optionen. Sonny Kittel überzeugte zwar in Bielefeld nicht vollends, kann aber sowohl in der Zentrale, als auch außen eingesetzt werden. Zudem entwickelt sich Jeremy Dudziak immer mehr zum Offensivmotor. David Kinsombi drängt auf einen Platz in der Zentrale und auch Khaled Narey will seinen Stammplatz auf der Außenbahn zurück, den er an Martin Harnik verloren hat.

Defensive gegen den VfB gefordert

Ähnlich sieht es in der Abwehr aus, wo Gideon Jung in Bielefeld problemlos von Timo Letschert ersetzt wurde. "Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich Spielern, denen noch ein paar Prozent fehlen, die Pause geben kann, weil gleichwertiger Ersatz da ist", sagte Hecking. Auf die Defensive wird es gegen den VfB ankommen. Denn auch bei den jüngsten Niederlagen gegen Wehen Wiesbaden (1:2) und Holstein Kiel (0:1) haben die Schwaben 48 Torschüsse abgegeben. Der VfB tut sich zudem gegen Gegner leichter, die auch nach vorne spielen - wie der HSV. Das Fazit von HSV-Coach Hecking: "Es ist ein Spiel, bei dem es vorher 50:50 steht. Sie können uns schlagen, aber wir können auch den VfB schlagen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 26.10.2019 | 15:00 Uhr

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