Torschütze Tim Leibold. © WITTERS Foto: ValeriaWitters

HSV ohne Terodde, aber mit Leibold! Heimsieg gegen Heidenheim

Stand: 20.03.2021 15:19 Uhr

Nach dem Sieg in Bochum hat der Hamburger SV im nächsten Topspiel nachgelegt: Mit einer rundum starken Leistung feierten die Hanseaten am Sonnabend einen verdienten 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim und sind zumindest vorübergehend wieder Zweitliga-Spitzenreiter. Mann des Spiels war Tim Leibold.

von Matthias Heidrich

"Wir sind sehr mutig aufgetreten und sind von der ersten Minute an hohes Tempo gegangen", sagte HSV-Spielgestalter Aaron Hunt dem NDR. "Das war eine reife Leistung, Kompliment an das gesamte Team." Auch Trainer Daniel Thioune war sehr zufrieden: "Wir waren in allen Bereichen sehr dominant, haben alles bravourös wegverteidigt und dann noch ein bisschen Fußball gespielt. Wir haben völlig verdient gewonnen."

Thioune schiebt Leibold nach vorne

Thioune hatte sich für "Angstgegner" Heidenheim etwas ausgedacht: Er schickte zumindest zu Beginn eine Dreier-Abwehrkette ins Rennen, schob Leibold nach dessen abgesessener Rotsperre ins Mittelfeld vor und wartete im Angriff etwas überraschend mit Bobby Wood als Ersatz für Simon Terodde, den Toptorjäger in Corona-Quarantäne, auf. Das wirkte auf den ersten Blick etwas wild, doch sein Team kam mit den Umstellungen gut zurecht.

Wood bei Startelf-Comeback blass

Hamburg beherrschte von Beginn an das Geschehen und ging völlig verdient in Führung - ausgerechnet durch Leibold. Nach einem butterweichen Chipp-Pass von Hunt traf der HSV-Kapitän per Kopf zum 1:0 (15.). Wood war bei seinem ersten Startelfeinsatz seit 20 Monaten bemüht, aber kaum gefährlich. Fun Fact: Beim 1:2 am 29. November 2019 in Osnabrück hatte Thioune noch beim HSV-Gegner als Trainer an der Seitenlinie gestanden.

Den einzigen Vorwurf, den sich die Gastgeber nach 45 Minuten machen mussten, war, dass sie nicht höher führten. Sonny Kittel bekam das 2:0 nach 36 Minuten nach einer Art Bein-Billard in der Heidenheimer Abwehr auf dem Silbertablett serviert, setzte den Ball aber aus sieben Metern auf die Latte anstatt ins Tor der Gäste.

Leibold entdeckt seine Torjägerqualitäten

Nur gut für den HSV, dass Leibold seine Torjägerqualitäten gegen Heidenheim entdeckte. In der 50. Minute schlug der etatmäßige Linksverteidiger den Laufweg eines Stürmers ein und stand nach einer schönen Kombination über Hunt sowie Manuel Wintzheimer goldrichtig - 2:0 für die Thioune-Elf.

Und die Gäste? Sie fanden gegen einen HSV, der offensiv und konsequent verteidigte, nie richtig in die Partie. Eine zwingende Torchance der Heidenheimer ließen die Hanseaten so nicht zu. Auf der anderen Seite boten sich den Hausherren mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis noch eindeutiger zu gestalten. Bitter, aber wahr: Die beste vergab Wood (74.), als er in zentraler Position wegrutschte und den Ball nicht richtig traf. Für den HSV war das an diesem Tage aber zu verkraften.

26.Spieltag, 20.03.2021 13:00 Uhr

Hamburger SV

2

Heidenheim

0

Tore:

  • 1:0 Leibold (15.)
  • 2:0 Leibold (50.)

Hamburger SV: Ulreich - Gyamerah, Ambrosius, Heyer - Vagnoman, Onana (80. G. Jung), Hunt (89. David), Leibold (87. Meißner) - Kittel - Wintzheimer (80. Narey), Wood (87. Jatta)
Heidenheim: Ke. Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf (69. Schimmer) - Sessa (84. Schnatterer), Schöppner, Kerschbaumer (46. T. Mohr) - Thomalla (46. Pick) - Kleindienst, Kühlwetter
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 21.03.2021 | 22:50 Uhr

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