Stand: 23.11.2019 17:58 Uhr

HSV im Glück und wieder Tabellenführer

von Sebastian Ragoß, NDR.de
Hamburgs David Kinsombi (l.) bejubelt einen Treffer. © WITTERS Foto: TayDucLam
Riesenjubel im Volkspark: David Kinsombi (l.) köpfte den HSV zum Sieg.

Der HSV hat in der zweiten Fußball-Bundesliga mit Glück und dank eines Treffers in der vorletzten Minute der Nachspielzeit mit 2:1 (0:0) gegen Dynamo Dresden gewonnen. Der eingewechselte David Kinsombi köpfte am Sonnabend das entscheidende Tor und verhinderte so das dritte Remis der Hamburger in Folge. Das spektakuläre Ende täuschte aber nicht darüber hinweg, dass die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking nicht mehr derart souverän auftritt wie in den ersten Wochen der Saison. "Bei einem späten Tor sprechen wir immer von einem glücklichen Sieg, aber er war in diesem Fall auch nicht unverdient", sagte der Hamburger Coach. Der HSV übernahm wieder die Tabellenführung, da Bielefeld nur zu einem 1:1 gegen Sandhausen kam.

Große HSV-Chance schon nach 34 Sekunden

Das Spiel im Volksparkstadion begann vielversprechend. Schon nach 34 Sekunden hatte der HSV die erste große Chance. Bobby Woods verstolperter Ball wurde zur Vorlage für Christoph Moritz, der das Tor allerdings verfehlte.

14.Spieltag, 23.11.2019 13:00 Uhr

Hamburger SV

2

Dyn. Dresden

1

Tore:

  • 0:1 Kreuzer (47.)
  • 1:1 Kittel (67.)
  • 2:1 Kinsombi (90. +4)

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Narey, Letschert, van Drongelen, Leibold - Dudziak (84. Kinsombi), Fein, C. Moritz (60. Hunt) - Harnik, Wood (60. Samperio Bustara), Kittel
Dyn. Dresden: Broll - J. Müller, Ehlers, Hamalainen - Kulke (66. Wahlqvist), Nikolaou, Kreuzer - Burnic, Atik (35. Klingenburg) - Kone (85. Löwe), Jeremejeff
Zuschauer: 51586

Weitere Daten zum Spiel

In der Anfangsphase war Tempo in den Aktionen der Hamburger, die aber schnell nachließen. Dresden befreite sich und spielte mitunter einen sehr gepflegten Ball. Es fehlte den Sachsen aber ein Offensivspieler mit Übersicht und Ruhe. So blieb der von HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes entschärfte Schuss von Max Kulke für lange Zeit die einzige gute Dynamo-Gelegenheit (11.). Die Hanseaten kamen ihrerseits erst am Ende der ersten Hälfte wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Martin Harnik bekam bei einem Kopfball nicht genug Druck auf den Ball (40.), Dresdens Keeper Kevin Broll parierte. Dann musste sich der Schlussmann mächtig strecken, um einen Volleyschuss von Jeremy Dudziak spektakulär über die Latte zu lenken (43.).

Kittels Ausgleich zählt nach Videobeweis

Der HSV konnte mit dem 0:0 zur Pause nicht zufrieden sein und schon gar nicht mit dem Zwischenstand nach 47 Minuten: Da lag er nämlich 0:1 zurück. Niklas Kreuzer (47.) wollte vom linken Strafraumeck eigentlich flanken. Der Ball bekam aber so viel Effet, dass er hinter Heuer Fernandes einschlug. Von den Gastgebern musste eine Reaktion kommen, und sie kam. Innerhalb weniger Minuten erfuhren die Hamburger dabei Segen und Fluch des Videobeweises. Zunächst verlängerte Sonny Kittel technisch höchst anspruchsvoll ein Zuspiel von Tim Leibold ins Dresdner Tor. Der Schiedsrichterassistent hatte Abseits angezeigt, wurde aber vom Video-Schiedsrichter überstimmt - 1:1 (67.).

Kinsombi köpft den Siegtreffer

Wenig später drehte Harnik jubelnd ab, nachdem er das vermeintliche 2:1 markierte hatte (71.). Wieder kam der Video-Schiedsrichter zum Einsatz und entschied: kein Tor. Glaubt man der elektronischen Abseitslinie, stand der Österreicher ungefähr zwei bis drei Zentimeter im Abseits. Die Begegnung war nun ein Schlagabtausch. Der HSV drängte, hatte aber defensiv sehr große Lücken, die eine bessere Mannschaft als Dresden wohl zum Siegtreffer genutzt hätte. So blieb es Kinsombi vorbehalten, die Rolle als Held des Tages einzunehmen: Broll wehrte einen Leibold-Schuss in die Mitte ab, der Hamburger Mittelfeldspieler köpfte den Ball zum umjubelten Siegtreffer unter die Latte (90.+4).

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 23.11.2019 | 15:00 Uhr

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