Stand: 15.12.2019 09:39 Uhr

HSV auswärts in Sandhausen: Vorfreude nur bei den Fans

Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Ex-HSV-Profi Dennis Diekmeier (l.) ist inzwischen Kapitän des SV Sandhausen.

Fußball-Zweitligist Hamburger SV muss auswärts in Sandhausen antreten, und eines steht vor der heutigen Partie (13.30 Uhr / NDR Livecenter) schon mal fest: Ein schöner Ausflug wird das wohl nur für die HSV-Fans. Die werden vom harten Kern der gegnerischen Anhänger am Vorabend ins nahegelegene Heidelberg zu einer Schifffahrt auf dem Neckar eingeladen - als Dankeschön für die spendierte Hafenrundfahrt beim letzten Gastspiel in Hamburg.

Unangenehme Auswärtsaufgaben

Bei den HSV-Profis dürften angesichts der letzten zwei Niederlagen und des Auswärtsprogramms zum Jahresabschluss (erst Sandhausen, dann Darmstadt) hingegen noch keine vorweihnachtlichen Gefühle aufkommen. "Es wird brutal schwer. Spiele in Sandhausen und in Darmstadt - da gibt es nichts Unangenehmeres um die Jahreszeit", sagte Stürmer Lukas Hinterseer, mit vier Toren treffsicherster HSV-Spieler, der "Hamburger Morgenpost". "Da muss man keinen wachrütteln. Das wird purer Kampf."

Hecking: Mannschaft zu schnell zu gut?

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HSV-Trainer Dieter Hecking zu Gast im Studio

15.12.2019 22:50 Uhr
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Heute zu Gast bei Moderatorin Valeska Homburg im Sportclub: HSV-Trainer Dieter Hecking. Außerdem im Fokus: Fußball-Bundesliga, Zweite Liga mit Osnabrück und Basketball mit Oldenburg. mehr

Zumindest aufs öffentliche Wachrütteln hat Trainer Dieter Hecking, der am Sonntag zu Gast im NDR Sportclub ist, zuletzt verzichtet. Der Peitsche ("Zu lieb, zu brav, zu nett") nach der 1:2-Pleite in Osnabrück hatte er nach der 0:1-Heimniederlage gegen Heidenheim wieder mehr Zuckerbrot folgen lassen und das getan, was einer seiner Hauptjobs beim Aufstiegsanwärter ist: für Ruhe sorgen. "Man muss der Mannschaft auch Zeit geben. Es gab viele Veränderungen vor der Saison. Wahrscheinlich waren wir zu schnell zu gut", sagte er am Rand der Hamburger Sportgala. Er habe nicht "hurra" geschrien, als es super lief, und verfalle jetzt nicht in tiefe Depressionen, weil der HSV zweimal verloren hat. "Dafür bin ich wirklich zu lange dabei, dass ich mich von zwei Niederlagen aus der Bahn bringen lasse. Von Druck bin ich noch weit entfernt. Die Ausgangsposition hätte deutlich besser sein können, klar! Aber sie ist nach wie vor gut."

Sandhausen will psychologischen Faktor nutzen

Während Hecking überzeugt ist, dass sich seine Mannschaft nicht vom eingeschlagenen Weg Richtung Bundesliga abbringen lässt, hat der kommende Gegner Sandhausen eine Verunsicherung beim Favoriten ausgemacht, die er ausnutzen will. "Ich glaube, dass der psychologische Faktor im Fußball eine große Rolle spielt", sagte SVS-Trainer Uwe Koschinat. Sandhausen hatte mit einem 2:1 gegen Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart aufhorchen lassen. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage sind die Baden-Württemberger auf Rang acht geklettert.

Mögliche Aufstellung HSV

Humorvolles Plakat für HSV-Fans

Sandhäuser Werbefigur für das kommende Spiel ist übrigens Ex-HSV-Profi Dennis Diekmeier, der jetzige Kapitän des SVS. Auf einem Plakat mit der Aufschrift "Eine geile Verbindung" - zu sehen am Hamburger Hauptbahnhof - hält Diekmeier einen gemeinsamen Fanschal hoch. Außerdem steht darauf der Hinweis: "Anfahrt: bekannt". Das ist eine Anspielung auf vergangene Saison, als Sandhausen für die HSV-Fans eine spaßig gemeinte Wegbeschreibung in die Fußballprovinz plakatieren ließ. Man könnte sich fast auf die Reise nach Süddeutschland freuen, zumindest die HSV-Fans.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 15.12.2019 | 22:50 Uhr

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