Stand: 06.12.2019 20:26 Uhr

HSV kassiert gegen Heidenheim erste Heimniederlage

von Ines Bellinger, NDR.de
Nach zwei Niederlagen am Boden zerstört: Sonny Kittel und seine HSV-Kollegen.

Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat seine Fans im letzten Heimspiel des Jahres bitter enttäuscht. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking verlor am Freitagabend das Topspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 0:1 (0:0) und damit bereits die zweite Partie nacheinander. Auf Spitzenreiter Arminia Bielefeld, der nach dem 2:2 gegen den Karlsruher SC vorzeitig Herbstmeister ist, haben die Hamburger nach der ersten Heimniederlage der Saison nun vier Punkte Rückstand. "Wir haben das Brett bohren wollen, aber wir sind nicht durchgekommen", sagte Hecking dem NDR. "Dann muss man hinten zumindest die Null stehen haben. Jeder Punkt ist wichtig." Zum Jahresabschluss muss der HSV nun noch zweimal auswärts antreten: in Sandhausen und in Darmstadt.

Abwehrchef van Drongelen muss einspringen

"Zu lieb, zu nett, zu brav" - Hecking hatte nach der 1:2-Niederlage in Osnabrück seinem Missfallen über die Leistung etwas deutlicher Ausdruck verliehen als üblich. Den Worten ließ er am Freitagabend Taten folgen. Für Christoph Moritz, Bobby Wood und Abwehrchef Rick van Drongelen nominierte der Coach Aaron Hunt, Bakery Jatta und Timo Letschert. Doch dann musste der am Rücken lädierte Gideon Jung nach dem Aufwärmen passen, und so nahm der etatmäßige Abwehrchef van Drongelen doch nicht erstmals auf der HSV-Bank Platz.

16.Spieltag, 06.12.2019 18:30 Uhr

Hamburger SV

0

Heidenheim

1

Tore:

  • 0:1 Föhrenbach (82.)

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Narey (86. Samperio Bustara), Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein (86. Kinsombi) - Dudziak, Hunt (73. Hinterseer) - Jatta, Harnik, Kittel
Heidenheim: Ke. Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Dorsch - Schnatterer (69. Otto), Griesbeck (34. Föhrenbach), Kerschbaumer - Leipertz (90. Beermann), Kleindienst
Zuschauer: 42190

Weitere Daten zum Spiel

Nach einer eher gemächlichen Viertelstunde, in der sich beide Teams abtasteten, sorgten die Gäste für das erste Raunen im Volksparkstadion. Eine missglückte Kopfballabwehr von Tim Leibold landete vor den Füßen des Heidenheimer Stürmers Tim Kleindienst, der aus 20 Metern abzog. Der Aufsetzer klatschte an den Pfosten (16.). HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes wäre ohne Abwehrchance gewesen. Drei Minuten später kamen die Hamburger zu ihrer ersten guten Chance. Jatta hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und passte überlegt zu Martin Harnik, der in der Mitte lauerte. Doch der Stürmer schoss sich den Ball ans Standbein (19.).

In der Folge häuften sich solche Szenen, in denen der HSV die Zielstrebigkeit vermissen ließ. Beispiel Jeremy Dudziak, der nach einer Ablage von Harnik den Ball überhastet dem Heidenheimer Torwart Kevin Müller direkt auf die Handschuhe schoss (35.). Oder Jatta, der sich so lange nicht zwischen Flanke und Abschluss entscheiden konnte, bis die Chance vertan war (41.). Schließlich Hunts harmloser "Kullerball" von der Strafraumgrenze (44.). Es wirkte schon ein wenig merkwürdig, wie zurückhaltend die Gastgeber agierten - zumal Bielefeld zu diesem Zeitpunkt gegen Karlsruhe mit 0:1 zurücklag.

Heidenheim macht hinten dicht

In der Halbzeitpause dürften erneut deutliche Worte gefallen sein. Die HSV-Spieler wirkten nach Wiederanpfiff entschlossener. Sonny Kittel hatte das 1:0 auf dem Fuß, doch seinen Schuss aus spitzem Winkel parierte Müller mit einer Fußabwehr (52.). Heidenheim hatte vorübergehend gar keine Ambitionen mehr, das gegnerische Tor zu gefährden, schloss die Reihen vor dem eigenen Kasten aber so geschickt, dass die Gastgeber keine Lücke fanden. Dudziak versuchte es folgerichtig aus der Distanz, verfehlte das Ziel aber knapp (65.). Einen Freistoß an der Strafraumgrenze verweigerte Schiedsrichter Felix Brych den Hamburgern, als er ein klares Handspiel von Patrick Mainka nicht ahndete (70.). Hecking versuchte danach, noch einmal einen Impuls von außen zu geben, als er Lukas Hinterseer für Hunt einwechselte (73.). Doch Harnik und Jatta vergaben eine Doppelchance (79.).

Föhrenbach stellt Spielverlauf auf den Kopf

Heidenheim witterte indes noch einmal Morgenluft. Nach einer vertanen Konterchance nahm Konstantin Kerschbaumer aus der Distanz Maß. Den von der Querlatte abprallenden Ball legte Kleindienst per Kopf auf Jonas Föhrenbach ab, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken (82.). Den Spielverlauf stellte der Treffer auf den Kopf, aber das hatten sich die HSV-Profis am Ende selbst zuzuschreiben.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 06.12.2019 | 23:03 Uhr

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