Stand: 22.11.2019 07:53 Uhr

Aues Gonther: "Im Herzen immer noch St.-Paulianer"

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Trifft mit Aue auf seine alte Liebe St. Pauli: Sören Gonther.

Von 2012 bis 2017 schnürte er die Fußballschuhe für den FC St. Pauli, am Freitag (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) tritt Sören Gonther in der Zweiten Liga mit Erzgebirge Aue gegen seinen Ex-Club an: Für den Innenverteidiger, der bei den Kiezkickern auch zwei Jahre lang Kapitän war, ist das Duell einer der Saisonhöhepunkte: "Ich freue mich natürlich sehr auf das Spiel. Im Herzen bin ich immer noch St.-Paulianer - und werde es immer bleiben", sagte der 32-Jährige, der in diesem Sommer von Dynamo Dresden zu den "Veilchen" wechselte.

St. Pauli wartet seit 2013 auf einen Sieg gegen Aue

Mit Robin Himmelmann, Philipp Ziereis, Christopher Buchtmann und Daniel Buballa hat Gonther noch zusammengespielt, den alten Kollegen will er aber am Freitag "keinen Zentimeter schenken. Ich hoffe, dass wir St. Pauli mit unserer mannschaftlichen Geschlossenheit erfolgreich bekämpfen können. Unser Stadion soll in Verbindung mit unseren Fans noch möglichst lange eine Festung bleiben."

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Die Aussichten dafür sind gut, denn die Hamburgern sind eine Art Lieblingsgegner der Sachsen. Von 17 Pflichtspielduellen konnte St. Pauli nur zwei gewinnen, letztmals im Jahr 2013 (2:0 in Aue). Damals dabei war St. Paulis Buchtmann, aber auch er, der so oft wie kein anderer seiner Mitspieler gegen die Erzgebirgler angetreten ist, hat für den "Aue-Fluch" keine Erklärung. "In Aue ist es schon speziell, vielleicht hat man diese Negativserie doch im Hinterkopf", sinnierte der 27-Jährige in der "Hamburger Morgenpost" - um dann kämpferisch hinzuzufügen: "Jeder sagt, da holen wir sowieso nichts mit unserer Scheiß-Bilanz. Aber jetzt können wir beweisen, dass es doch anders geht."

Gonther: "St. Pauli hat enorme Qualität"

Das befürchtet auch Gonther: "Sie werden heiß sein, ihre unrühmliche Serie zu brechen." Der Verteidiger rechnet auch noch aus einem anderen Grund mit viel Gegenwehr: "Wenn ich nur an die Dreierkette hinter Stürmer Dimitrios Diamantakos mit Mats Möller Daehli, Waldemar Sobota oder Ryo Miyaichi denke, weiß ich, dass eine enorme Qualität auf uns zukommt. Das wird ein hartes Stück Arbeit." Eine Einschätzung, die auch sein Trainer teilt. "Die Mannschaft von St. Pauli ist besser, als es der elfte Tabellenplatz gerade aussagt. Sie sind sehr spiel- und laufstark und aufgrund des großen Kaders auch vom System her äußerst flexibel. Das macht sie zu einer kleinen Wundertüte", meint Dirk Schuster.

Unabhängig vom Ausgang der Partie hat Gonther für die Zeit nach dem Abpfiff schon einen festen Termin: "Ich werde in die Gäste-Kabine gehen und zusammen mit den Jungs ein Bierchen trinken." Wenn es nach ihm geht, begießt er dann eine Premiere - seit seinem Weggang aus Hamburg hat er gegen seinen alten Club noch nicht gewonnen: "Das geht ja so nicht, da gibt es absolut Nachholbedarf."

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 23.11.2019 | 19:30 Uhr