Stand: 19.03.2019 14:30 Uhr

FC St. Pauli: Geschäftsführer Rettig geht

Andreas Rettig macht nach vier Jahren Schluss beim FC St. Pauli.

Paukenschlag beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli: Geschäftsführer Andreas Rettig verlässt den Kiezclub zum Saisonende auf eigenen Wunsch. Das teilten die Hamburger am Dienstag mit. Der 55-Jährige zieht mit seiner Frau aus familiären Gründen zurück nach Köln, übernimmt aber keinen Job bei einem anderen Fußballclub. "Die Entscheidung, diesen großartigen Verein zu verlassen, ist mir unglaublich schwergefallen, aber es gibt '50+1' private und persönliche Gründe für diesen Schritt", wird Rettig auf der Vereins-Homepage zitiert. Gerüchte, denenzufolge er zum Bundesligisten Hannover 96 gehen würde, hatten sowohl 96-Präsident Martin Kind als auch Rettig selbst vergangene Woche dementiert.

Rettig arbeitet seinen Nachfolger noch ein

Rettigs Vertrag beim FC St. Pauli wird zum 30. September aufgelöst. Seinen Nachfolger, der zum Saisonstart 2019/2020 anfangen soll, werde er noch einarbeiten, hieß es. "Der Zeitpunkt der Entscheidung fällt in eine Situation, in der der Verein wirtschaftlich wie tabellarisch solide aufgestellt ist", erklärte Präsident Oke Göttlich. Rettig kam 2015 von der Deutschen Fußball-Liga (DFL), deren Geschäftsführer er zwei Jahre lang gewesen war, ans Millerntor. Im November 2016 übernahm er dort zusätzlich nach der Trennung von Thomas Meggle kommissarisch den Posten des Geschäftsleiters Sport, ehe dieser im Oktober 2017 mit Uwe Stöver neu besetzt wurde. Vor seiner Zeit in Hamburg war Rettig als Manager beim FC Augsburg, 1. FC Köln, SC Freiburg und Bayer Leverkusen tätig.

Steter Kampf gegen die Kommerzialisierung

Rettig gilt im deutschen Fußball vor allem als Kämpfer gegen die zunehmende Kommerzialisierung und für den Erhalt der 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren bei Fußballclubs begrenzt. Dabei scheut er auch nicht die öffentliche Auseinandersetzung mit Branchengrößen wie Karl-Heinz Rummenigge ("Er war ein erstklassiger Stürmer") oder Rudi Völler, der ihn einst als "Schweinchen schlau" tituliert hatte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 19.03.2019 | 15:00 Uhr

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