Stand: 16.02.2019 14:55 Uhr

Angstgegner Aue ärgert St. Pauli schon wieder

von Uli Petersen, NDR.de
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St. Paulis Stürmer Alex Meier (l.) konnte gegen Aue wie auch viele seiner Mitspieler nicht überzeugen.

Die Skepsis vieler St.-Pauli-Fans im Vorfeld der Partie ("Gegen Erzgebirge Aue geht es doch fast immer schief") hat sich am Sonnabend bewahrheitet: Die Hamburger Zweitliga-Fußballer verloren nach einer durchwachsenen Leistung gegen den Tabellen-13. aus Sachsen mit 1:2 (1:1). Für den FC St. Pauli war es die siebte Niederlage in den zurückliegenden neun Partien gegen Aue - unter anderem hatten die Hamburger auch das Hinspiel in dieser Saison (1:3) verloren. "Aue hat heute über weite Phasen des Spiels besser gespielt und deswegen auch nicht unverdient gewonnen", sagte St.-Pauli-Stürmer Alexander Meier nach dem Schlusspfiff im NDR Hörfunk-Interview. Im Kampf um die Aufstiegsplätze war die Pleite ein kleiner, aber kein entscheidender Rückschlag für die Norddeutschen: Zwölf Spieltage vor dem Saisonende kämpfen sechs Mannschaften um die Plätze zwei und drei - und St. Pauli ist noch mittendrin.

Nachlässigkeit in der Defensive wird bestraft

Das Spiel begannen die Gastgeber - im Vergleich zum 1:4 in Köln - mit vier neuen Akteuren in der Startelf und mit viel Schwung in der Offensive. Mats Möller Daehli und Ryo Miyaichi machten Tempo auf den Flügeln; Aues Verteidigung stand durch das hohe Pressing der Kiezkicker stark unter Druck. Schon in der zweiten Minute gab Sami Allagui einen Schuss aus der Drehung ab. St.-Pauli-Torhüter Robin Himmelmann bewahrte seine Mannschaft bei der ersten Aue-Chance vor dem Rückstand (9.), unmittelbar danach gingen die Hamburger in Führung: Christopher Buchtmann traf aus acht Metern nach starker Vorarbeit von Möller Daehli, dem Aues Abwehrspieler nicht nur in dieser Szene zu viel Raum ließen (11.).

St. Pauli arbeitete danach weiter aggressiv gegen den Ball, sodass Aue lange nicht in die gefährliche Zone vor dem Tor kam. Nach etwa 25 Minuten änderte sich das allerdings, da die Hamburger in der Defensive oft zu weit weg von den Gegnern standen. Nach Emmanuel Iyohas Flanke nutzte Jan Hochscheidt das aus: Erst setzte er den Ball per Kopf an die Latte, dann köpfte er den Abpraller aus sieben Metern in den linken Winkel (30.). Nach dem Ausgleich blieb St. Pauli harmlos, zur Pause standen 10:3-Torschüsse zugunsten von Aue in der Statistik.

Hochscheidt entscheidet die Partie

22.Spieltag, 16.02.2019 13:00 Uhr

FC St. Pauli

1

Erzgeb. Aue

2

Tore:

  • 1:0 Buchtmann (11.)
  • 1:1 Hochscheidt (30.)
  • 1:2 Hochscheidt (49.)

FC St. Pauli: Himmelmann - L.-M. Zander (72. Schneider), Carstens, Avevor, Buballa - Knoll, Buchtmann - Miyaichi (80. Neudecker), Allagui (46. Sobota), Möller Daehli - Meier
Erzgeb. Aue: Männel - Kusic, Cacutalua, Wydra - Rizzuto, Fandrich, Riese, Herrmann (75. Baumgart) - Hochscheidt (80. Samson) - Iyoha, Testroet (88. Zulechner)
Zuschauer: 29546 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Kiezkicker-Trainer Markus Kauczinski reagierte zu Wiederbeginn: Für Allagui kam Waldemar Sobota, der das Aufbauspiel beleben sollte. Aber bevor er dazu Gelegenheit bekam, stand es bereits 1:2: Hochscheidt und Iyoha wirbelten mit einer schnellen Doppelpass-Kombination die Abwehr der Hausherren durcheinander, Hochscheidt traf volley aus elf Metern rechts unten ins Eck (49.).

Buchtmann ließ nach Sobotas Vorarbeit eine gute Schusschance ungenutzt (53.), doch insgesamt fiel die spielerische und kämpferische Reaktion der Hamburger auf den Rückstand enttäuschend aus. Der zentrale Stürmer Meier blieb ohne einen einzigen Torschuss, auch der Rest der Offensiv-Belegschaft St. Paulis kam kaum zum Zug. Erst in der hektischen fünfminütigen Nachspielzeit musste Gäste-Schlussmann Martin Männel bei einem Schuss des eingewechselten Jan-Marc Schneider einmal entscheidend eingreifen. Zuvor hatte Aues Pascal Testroet noch die Latte getroffen (87.).

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.02.2019 | 19:30 Uhr

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