Stand: 23.02.2019 06:31 Uhr

FC St. Pauli: Erneut Trendwende gegen Ingolstadt?

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St. Paulis Abwehr um Christopher Avevor (l.) und Florian Carstens agierte zuletzt schwach.

Keine Frage, Fußball-Zweitligist FC St. Pauli befindet sich in einer sportlichen Krise. Drei der vergangenen vier Spiele gingen verloren - der einzige Sieg (3:2 gegen Union Berlin) gelang durch äußerst glückliche Umstände erst in der Nachspielzeit. Vor allem in der Abwehr offenbarten die Kiezkicker zuletzt Schwächen, kassierten in den besagten vier Spielen zehn Gegentore. Zum Vergleich: In den 13 Partien davor waren es lediglich neun. Die beeindruckende defensive Stabilität im Herbst und Winter 2018 begann am sechsten Spieltag mit einem 1:0-Erfolg in Ingolstadt. Heute gibt es ein Wiedersehen mit den "Schanzern" (13 Uhr, im Livecenter bei NDR.de).

Mögliche Aufstellung FC St. Pauli

0:4 beim letzten Ingolstädter Gastspiel

St. Pauli sollte sich nicht vom Tabellenplatz (16) des Gegners täuschen lassen. Denn Ingolstadt hat die Trendwende unter dem neuen Coach Jens Keller geschafft und holte in diesem Jahr beachtliche neun von zwölf möglichen Punkten. Zudem ist die Heimbilanz der Kiezkicker gegen den FCI nicht gerade berauschend. In den letzten vier Duellen gab es keinen Hamburger Sieg am Millerntor, Tiefpunkt war die bislang letzte Partie im September 2017, als es ein 0:4 (0:4)-Debakel gegen die Süddeutschen gab.

"Kauczinski: "Leinen los, einfach spielen"

Nach der jüngsten Heimpleite gegen Aue (1:2) gab es bei den Kiezkickern eine Krisensitzung. "In unserer Kritik und Analyse haben wir kein Blatt vor den Mund genommen. Die Energie unter der Woche war sehr gut. Von daher: Leinen los, einfach spielen", sagte Kauczinski am Freitag. Bereits zu Wochen hatte der Trainer personelle Veränderungen angekündigt: "Es wird Umstellungen geben. Wir wollen die Spieler finden, die in der Lage sind, auf dem Platz abzuliefern. Wir müssen wieder die Konstanz, die man braucht, reinbekommen", sagte der Coach. Einer, der in der Hinrunde zuverlässig ablieferte, war Abwehrchef Christopher Avevor. Der 27-Jährige zeigte aber in den jüngsten Partien viele Wackler. "Jackson ist nicht in der Verfassung, in der er war", hat auch Kauczinski erkannt, "wir müssen schauen, wie wir das hinbekommen, dass er in die alte Verfassung kommt."

Startelf-Chance für Hoogma?

Einen Platz ist der Startelf dürfte Avevor dennoch sicher haben. "Er hat eine super Hinrunde gespielt und sollte ein bisschen Kredit haben", erklärte ausgerechnet Positionskonkurrent Justin Hoogma. Der aus Hoffenheim ausgeliehene 20-Jährige könnte gegen Ingolstadt Avevors neuer Nebenmann werden. Denn auch Innenverteidiger Florian Carstens überzeugte zuletzt nicht. Keine Option ist wahrscheinlich Jan-Philipp Kalla, der im Training am Freitag einen Schlag auf das Knie bekommen hat.

Weitere Veränderungen böten sich im Mittelfeld an, wo Jeremy Dudziak weiterhin mit Sprunggelenksproblemen ausfällt. Ersin Zehir könnte auf die Sechser-Position rücken, Christopher Buchtmann dafür einen offensiveren Part übernehmen. Eine weitere Mittelfeld-Alternative ist Richard Neudecker. Wenig Auswahlmöglichkeiten hat Kauczinski im Angriff, wo Sami Allagui (Magen-Darm) auszufallen droht. Lediglich Alexander Meier und Jan-Marc Schneider stünden parat, möglicherweise rückt Winter-Neuzugang Kevin Lankford in den Kader.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 23.02.2019 | 19:30 Uhr

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