Die Osnabrücker Mannschaft jubelt. © imago images / regios24 Foto: Darius Simka

Sieg für Osnabrück: VfL bleibt oben dran, Braunschweig im Keller

Stand: 13.12.2020 15:22 Uhr

Mit einem Sieg im Nordduell gegen den VfL Osnabrück hätte Eintracht Braunschweig einen Befreiungsschlag landen können. Das 0:2 (0:1) ist aber ein herber Rückschlag. Ganz anders sieht's beim VfL aus, der kletterte auf Rang fünf.

von Florian Neuhauss

Nur zwei Zähler trennen die Lila-Weißen von Aufstiegsrang zwei. Mit dem sehr souveränen Erfolg am Sonntag im Eintracht-Stadion gelang Trainer Marco Grote der perfekte Start in die englische Woche, in der nun die beiden letzten Zweitliga-Spieltage des Jahres anstehen. Die Partien in Düsseldorf (Mittwoch, 18.30 Uhr/im NDR Livecenter) und gegen Paderborn (Sonnabend, 13 Uhr) dürften darüber Aufschluss geben, ob der VfL vielleicht sogar ein ernsthaftes Wörtchen um den Bundesliga-Aufstieg mitsprechen kann. "Der Sieg gibt uns auf jeden Fall ein gutes Gefühl", sagte Osnabrücks Keeper Philipp Kühn dem NDR.

Auch wenn der BTSV nur einen Zähler des Vier-Punkte-Vorsprungs auf St. Pauli verlor, war der Auftritt ein herber Rückschlag für das Team von Daniel Meyer. Zumal es die "Löwen" in Paderborn (auswärts/Mittwoch, 18.30 Uhr) und gegen Greuther Fürth (Sonnabend, 13 Uhr) noch mit zwei Aufstiegsanwärtern zu tun bekommen. "Wir sind ziemlich enttäuscht", sagte Meyer dem NDR, seiner Mannschaft attestierte er einen "indiskutablen Auftritt".

Kerk schockt Braunschweig früh

Die Osnabrücker erwischten einen Start nach Maß. Luc Ihorst setzte sich spielend leicht gegen Aushilfs-Rechtsverteidiger Felix Burmeister durch. Der Pass in die Mitte landete bei Sebastian Kerk, der frei zum 1:0 für die Gäste einschob (3.).

Die Eintracht war kalt erwischt - und hatte großes Glück, dass nicht weitere Tore fielen. Schon fünf Minuten später hätte Kevin Wolze auf 2:0 stellen müssen. Der Linksverteidiger kam nach einer Ecke sträflich frei mit dem starken Fuß zum Abschluss, vergab aber kläglich. In der Folge war zumindest BTSV-Keeper Jasmin Fejzic auf dem Posten. Einen Schlenzer von David Blacha (11.) fischte der 1,98-Meter-Mann genauso aus dem Winkel wie einen herrlichen Freistoß von Wolze (15.). Auch gegen Ludovit Reis, der ungestört in den Sechzehner eingedrungen war, rettete Fejzic sein Team (21.).

Der VfL betrieb Chancenwucher, die Führung geriet vor der Pause aber nie in Gefahr. Mehr als einen Kopfball von Nick Proschwitz, der das Tor klar verfehlte, brachten die "Löwen" nicht zustande.

Joker Multhaup sticht und macht alles klar

Das Bild nach Wiederanpfiff änderte sich allerdings nichts. Die Eintracht bekam spielerisch kein Bein auf den Boden. Der VfL tat weiter nicht mehr als nötig, hatte aber trotzdem noch die besseren Chancen: Bashkim Ajdini prüfte Fejzic mit einem strammen Schuss (52.). Und nur 13 Minuten später musste der bosnische Keeper erneut hinter sich greifen. Joker Maurice Multhaup spielte vor dem Strafraum einen einfachen Doppelpass mit Blacha und traf aus 16 Metern zum 2:0.

Nun hätte es bitter werden können für die "Löwen": Erst scheiterte Ajdini noch einmal an Fejzic, dann jagte Christian Santos den Ball über das Tor (68.). In der Folge beschränkten sich die Osnabrücker aber darauf, den Sieg zu sichern. Und trotzdem blieben die Hausherren bis zum Abpfiff ohne ernsthafte Chance.

11.Spieltag, 13.12.2020 13:30 Uhr

Braunschweig

0

VfL Osnabrück

2

Tore:

  • 0:1 Kerk (3.)
  • 0:2 Multhaup (65.)

Braunschweig: Fejzic - Burmeister, Wydra, Nikolaou - Kammerbauer (74. May), Ben Balla (65. F. Kaufmann), Kroos (87. Ziegele), Schlüter - Kobylanski - Bär (46. Abdullahi), Proschwitz (74. Schwenk)
VfL Osnabrück: P. Kühn - Ajdini, Beermann, M. Trapp, Wolze - U. Taffertshofer (30. Gugganig) - Reis, Blacha (75. Br. Henning) - Kerk (75. Nik. Schmidt) - Amenyido (46. Santos), Ihorst (51. Multhaup)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 13.12.2020 | 13:00 Uhr

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