Stand: 05.12.2017 10:33 Uhr

Glück und harte Arbeit: Braunschweig wieder da?

von Florian Neuhauss, NDR.de
Der Sieg in Ingolstadt sorgte bei den Braunschweiger Profis für Freude und Erleichterung.

Das Glück war bei Eintracht Braunschweig mehr als willkommen. Das wollte Torsten Lieberknecht nach zuvor vier sieglosen Spielen und dem Abrutschen auf Rang zwölf gar nicht erst verhehlen. "Wir haben hier sehr glücklich gewonnen", betonte der BTSV-Trainer nach dem 2:0-Sieg beim FC Ingolstadt am Montagabend. Die Erklärung ist einfach: "Es geht darum Punkte zu holen." Mit dem unerwarteten Dreier vergrößerten die Niedersachsen den Vorsprung auf die gefährlich nahegekommenen Abstiegsränge zumindest wieder auf drei Zähler. Lieberknecht warnte: "Wir wollen aus dieser Tabellenregion wegkommen. Aber es ist immer noch sehr trügerisch."

Statistik spricht klar gegen die "Löwen"

Dass es ausgerechnet in Ingolstadt mit dem Sieg klappte, war durchaus überraschend. Unter ihrem neuen Trainer Stefan Leitl, der nach schwachem Saisonstart den Posten von Maik Walpurgis (ehemals Osnabrück) übernommen hatte, haben sich die "Schanzer" zuletzt wieder zu einem Zweitliga-Spitzenteam entwickelt und nahmen Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen auf. Doch diesmal erging es Ingolstadt, wie es Braunschweig in den vergangenen Wochen und Monaten selbst einige Male gegangen war. "Grundsätzlich bin ich mit unserer Leistung sehr zufrieden, aber wenn du keine Tore schießt, dann gewinnst du nun mal auch nicht", meinte Leitl nach der unglücklichen Niederlage.

Die Bayern verbuchten 28:7 Torschüsse, spielten doppelt so viele Pässe wie der Gegner, hatten die deutlich bessere Passquote, zwei Drittel Ballbesitz und sogar ein Plus bei den Zweikämpfen. Die Punkte aber nahmen die Gäste mit auf die Heimreise.

Lieberknecht: "Viel taktische Arbeit"

"Wir haben uns endlich mal belohnt und die drei Punkte mitgenommen", freute sich Jan Hochscheidt. Kapitän Ken Reichel sagte: "Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet." Und Lieberknecht lobte seine Mannschaft: "Es war wichtig, dass wir zu null in die Halbzeit gegangen sind, aber am wichtigsten war, dass wir uns mit allen Mann stabil in der Defensive zeigen. Es war viel taktische Arbeit, aber das hat das Team gut umgesetzt. "

"Topspiele" entscheiden über Wohl und Wehe

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Hendrick Zuck (l.) erzielte den 2:0-Endstand.

In der ersten Hälfte und auch zu Beginn der zweiten waren die Ingolstädter drückend überlegen. Das 1:0 für die "Löwen" fiel aus dem Nichts: Hochscheidts Freistoß verlängerte Steve Breitkreuz und Suleiman Abdullahi traf zur Führung. "Manni", wie der Nigerianer liebevoll genannt wird, bereitete dann auch den zweiten Treffer mit einer "herausragenden Einzelleistung" (O-Ton Lieberknecht) vor.

Der unerwartete Sieg kommt zur besten Zeit. Auf das Ingolstadt-Spiel folgen die "Topspiele" an der Hamburger Straße gegen den Spitzenreiter Holstein Kiel am kommenden Freitag und gegen den Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf sieben Tage später. Hochscheidt weiß: "Die letzten beiden Spiele vor der Winterpause entscheiden darüber, wie die Hinrunde für uns verlaufen ist."

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 04.12.2017 | 22:40 Uhr

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