Stand: 18.09.2018 20:25 Uhr

Spitzenreiter: HSV harmlos, doch dann kommt Hwang

von Matthias Heidrich, NDR.de
Stürmer Hee-chan Hwang hat dem HSV einen 1:0-Erfolg in Dresden beschert.

Der Hamburger SV hat sein Nachholspiel in der Zweiten Liga bei Dynamo Dresden mit 1:0 (0:0) gewonnen und damit nach fünf Saisonspielen mit nunmehr zwölf Punkten die Tabellenführung übernommen. Im Rudolf-Harbig-Stadion bekleckerte sich der Bundesliga-Absteiger allerdings nicht mit Ruhm, spielte insgesamt äußerst harmlos und konnte sich bei Neuzugang Hee-chan Hwang bedanken, dass der vierte Ligasieg in Folge gelang. Der eingewechselte Angreifer ließ beim sehenswerten Tor des Tages sein Potenzial aufblitzen. "Wir haben das Spiel kontrolliert, aber wir müssen lernen, besser zu verteidigen. Das ist ein Prozess mit der neuen Mannschaft", sagte HSV-Trainer Christian Titz im NDR Interview.

Lasogga darf ran, "Mittelsmann" Steinmann fehlt

Wie bereits angekündigt setzte Titz auf Rotation. Im Vergleich zum 3:2 gegen Heidenheim veränderte er seine Startelf auf vier Positionen. Drei-Tore-Mann Pierre-Michel Lasogga durfte von Beginn an ran, ebenso wie Debütant Josha Vagnoman, David Bates und Christoph Moritz. Sie ersetzten Hwang, Orel Mangala, Leo Lacroix und Matti Steinmann. Es wurde allerdings schnell klar, dass gerade Letzterer dem HSV-Spiel fehlte. Zwar hatten die Hanseaten weitaus mehr Ballbesitz, doch gegen clever verteidigende Dresdner kam die Titz-Elf kaum ins letzte Spielfelddrittel. Mit "Mittelsmann" Steinmann wäre dies wohl eher gelungen.

Koné stellt Hamburg vor Probleme

Dynamo stand extrem tief, schaltete bei Ballgewinn aber schnell um und brachte die wieder nicht allzu sattelfeste HSV-Abwehr des Öfteren ins Schwimmen. Vor allem der wendige Moussa Koné stellte den hemdsärmeligen Bates vor große Probleme, hatte in der elften und zwölften Minute gute Tormöglichkeiten. Kurz vor der Pause wurde dem Dresdner ein Treffer zu Recht aberkannt, da er hauchdünn im Abseits gestanden hatte (44.). Und der HSV? Eine direkt auf das Dynamo-Tor gezogene Ecke des agilen Douglas Santos war das Gefährlichste, was der Favorit in der ersten Hälfte zustande brachte (34.). Das war einfach zu wenig für den ambitionierten Bundesliga-Absteiger.

HSV im Glück

4.Spieltag, 18.09.2018 18:30 Uhr

Dyn. Dresden

0

Hamburger SV

1

Tore:

  • 0:1 Hwang (68.)

Dyn. Dresden: M. Schubert - Dumic, Mar. Hartmann, Hamalainen - Wahlqvist (88. L. Röser), Benatelli (74. Berko), Nikolaou, Heise - Ebert (74. Aosman), Kone, Duljevic
Hamburger SV: Pollersbeck - G. Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Hunt (57. Mangala), C. Moritz, Janjicic (87. Lacroix) - Narey, Lasogga, Vagnoman (46. Hwang)
Zuschauer: 30723

Weitere Daten zum Spiel

Titz reagierte, brachte nach der Pause Hwang für den blassen Vagnoman (46.) und später Mangala für den ebenso wirkungslosen Aaron Hunt (57.). Viel besser wurde es nicht. Der HSV hatte weiter das Heft in der Hand, aber es fehlten die Ideen. Zudem hatten die Gäste Glück, dass Koné in der 59. Minute knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Rick van Drongelen hatte zuvor ganz schlecht gegen den Dynamo-Angreifer ausgesehen. Auch Marco Hartmann (64.) hätte Dresden in Führung bringen können, verzog aber komplett.

Hwangs Klasse macht den Unterschied

Übers Kollektiv funktionierte es beim HSV nicht, so musste eine Einzelaktion her. Und die lieferte Hwang, und wie: In der 68. Minute bekam Dynamo den Ball nicht richtig weg, der landete genau vor den Füßen des Südkoreaners. Und der wusste mit dem Spielgerät etwas anzufangen, schlenzte das Leder von halblinker Position herrlich in den rechten Winkel - 1:0 für den HSV. Khaled Narey traf kurz darauf nur den Pfosten (74.). Die Hamburger verlegten sich für den Rest der Partie aufs Verteidigen und bekamen in der letzten Minute noch einen Foulelfmeter "geschenkt". Lasogga trat an, scheiterte im ersten Versuch an Dynamo-Keeper Markus Schubert und setzte den Nachschuss auch daneben. Bezeichnend, aber ohne Auswirkungen für die Hamburger. Dank Hwang...

Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 18.09.2018 | 21:45 Uhr

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