Stand: 16.10.2019 18:30 Uhr

Zeitung: Fall Bakery Jatta wohl abgeschlossen

Bakery Jatta kann anscheinend endgültig aufatmen.

Der Fall Bakery Jatta ist wohl endgültig abgeschlossen. Die Bremer Staatsanwaltschaft wird laut "Hamburger Abendblatt" nicht gegen den gambischen Fußballprofi vom HSV ermitteln und auch keine weiteren Überprüfungen vornehmen. "Es hat sich inhaltlich nichts Neues ergeben", sagte Sprecher Frank Passade der Zeitung. Die Akte soll nun an die Hamburger Kollegen übergeben werden.

Im September hatten die "Bild" und die "Sportbild" über neue Zweifel an der Identität Jattas berichtet. Demnach habe der 2015 als Flüchtling aus Gambia nach Deutschland gekommene Spieler nach seiner Einreise bei den Bremer Behörden eine E-Mail-Adresse angegeben, die den Namen Bakary Daffeh beinhaltete. Also den Namen, den Jatta angeblich vor seiner Flucht in Gambia getragen haben soll. Die Adresse soll der Behörde, die in dem Fall aktiv war, weil Jatta dort 2015 registriert worden war, aber schon länger bekannt gewesen sein.

Bezirksamt Hamburg stellte Ermittlungen ein

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte die Akte Jatta schon am 2. September geschlossen, nachdem der HSV-Stürmer seine Identität durch eine beglaubigte Kopie aus dem Geburtsregister von Gambia nachgewiesen hatte. "Die Aktenlage ist dieselbe, es gibt keinen Anlass für eine neue Anhörung", so eine Sprecherin seinerzeit: "Sollten sich Erkenntnisse ergeben, die die Aktenlage ändern, wird das Bezirksamt die Sachlage erneut prüfen."

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Sport aktuell | 16.10.2019 | 18:25 Uhr