Stand: 02.12.2018 21:08 Uhr

Wolfsburg legt nach - Sieg in Frankfurt

von Matthias Heidrich, NDR.de

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat nach dem Brustlöser gegen RB Leipzig den nächsten Sieg eingefahren. Am Sonntag feierten die Niedersachsen einen 2:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt. Die Hessen hatten zuvor in elf Pflichtspielen in Serie zehn Siege gefeiert. "Wir wollten heute den Lauf der Eintracht unterbrechen. Da hatten wir einfach Bock drauf. Die Mannschaft hat sich heute mit einem riesigen Kampf belohnt. Gegen die Eintracht in dieser Verfassung brauchst du am Ende auch ein Quäntchen Glück", sagte VfL-Trainer Bruno Labbadia. Durch den "Dreier" schoben sich die "Wölfe" auf den achten Tabellenplatz vor.

Videoassistent hilft den "Wölfen"

Die Eintracht ging mit extrem breiter Brust in das Heimspiel gegen die "Wölfe". Die Gäste sahen sich gleich einem Sturmlauf der Hessen ausgesetzt. In der neunten Minute foulte William Frankfurts Stürmer Ante Rebic. Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied auf Elfmeter, doch der Videoassistent korrigierte. Es gab nur Freistoß von der Strafraumgrenze, den der ansonsten starke Filip Kostic versemmelte. Glück für die Wolfsburger. Ebenso wie in der 14. Minute: Kostic bediente Jonathan de Guzmann, doch der Ball sprang an den Pfosten.

Mehmedi trifft

Die "Wölfe" konnten zunächst nur reagieren, lösten sich dann aber über Konter aus der Frankfurter Umklammerung. Wout Weghorst traf mit einem tollen Schuss nur die Latte (27.). Admir Mehmedi machte es kurz darauf besser. Frankfurt dachte viel zu offensiv, stand in der Defensive oft unsortiert. Wolfsburg nutzte das aus. Zwei schnelle Steilpässe von Robin Knoche und Daniel Ginczek und der Schweizer stand frei vor Eintracht-Keeper Kevin Trapp. Mit einem platzierten Flachschuss besorgte er das 1:0 für den VfL (31.).

Ginczek besorgt das 2:0

13.Spieltag, 02.12.2018 18:00 Uhr

E. Frankfurt

1

VfL Wolfsburg

2

Tore:

  • 0:1 Mehmedi (31.)
  • 0:2 Ginczek (68.)
  • 1:2 Jovic (87.)

E. Frankfurt: Trapp - M. Russ, Hasebe, N'Dicka - G. Fernandes (63. Gacinovic), de Guzmán (63. Willems) - da Costa, Kostic - Rebic - Haller, Jovic
VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Arnold - Gerhardt, Mehmedi (90. Guilavogui), Rexhbecaj (90.+3 Steffen) - Ginczek (82. Uduokhai), Weghorst
Zuschauer: 48000

Weitere Daten zum Spiel

Nach der Pause entwickelte sich ein offener, phasenweise giftig geführter Schlagabtausch, in dem die Frankfurter den Wolfsburgern immer wieder Räume anboten. John Anthony Brooks hätte die Führung der "Wölfe" ausbauen können, doch dem Innenverteidiger fehlte bei einem freien Kopfball am zweiten Pfosten das Timing (55.). Die Wolfsburger konnten sich auf die Patzer im Frankfurter Defensiv-Verhalten verlassen. So auch in der 68. Minute, als die Eintracht im Spielaufbau den Ball verlor. Elvis Rexhbecaj flankte perfekt und Ginczek vollendete humorlos zum 2:0. Zuvor hatten die Niedersachsen ein bisschen Glück gehabt. Rebic' Schuss war an der Hand des grätschenden Knoche gelandet, doch es gab keinen Elfmeter (64.).

Jovic schafft den Anschluss

Frankfurt setzte nach und hatte durch Luka Jovic und Rebic eine Doppelchance (74.). Doch die Eintracht wirkte müde von den internationalen Strapazen. Es fehlte die letzte Konzentration im Abschluss. Der Anschlusstreffer von Jovic in der 87. Minute kam zu spät für die Gastgeber. Mit etwas Glück brachte der VfL den Auswärtssieg über die Zeit.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 02.12.2018 | 22:50 Uhr

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