VIDEO: Wolfsburgs Sportdirektor Schäfer im Sportclub (17 Min)

Wolfsburg in München: "Haben uns das Topspiel erarbeitet"

Stand: 16.12.2020 15:13 Uhr

Ungeschlagen tritt der VfL Wolfsburg heute beim FC Bayern an. Die "Wölfe" sind heiß auf das Topspiel, das sie sich laut Sportdirektor Marcel Schäfer "selbst erarbeitet" haben.

Die Frage, was für den VfL Wolfsburg in dieser Saison noch drin sei, umschiffte der Sportdirektor im NDR Sportclub elegant und redete lieber über den straffen Terminplan, der den Clubs in der Fußball-Bundesliga ohne richtige Winterpause bevorstehe. Er sei "gespannt, wie wir mit diesen Belastungen umgehen", sagte der 36-Jährige, um dann immerhin noch hinzuzufügen: "Im Moment sieht es ganz gut aus für uns."

Schäfer will seine Negativserie beenden

"Ganz gut" ist relativ bescheiden ausgedrückt: Vor der Partie heute (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) beim FC Bayern München sind die Wolfsburger auf Champions-League-Kurs. Der Werksclub ist neben Spitzenreiter Bayer Leverkusen das einzige Team, das noch ohne Saisoniederlage ist. Elf Spiele nacheinander haben die "Wölfe" nicht verloren - das gab es zuletzt im Meisterjahr 2009. Die Serie lässt den VfL selbstbewusst und "voller Vorfreude" zum Rekordmeister reisen, so Schäfer, der aber am Mittwoch auch eine eigene Zielsetzung hat: "Ich habe in meiner Karriere in München noch nicht einmal einen Punkt geholt."

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Wolfsburg zuletzt mit 39 Gegentoren in zehn Duellen

Nicht nur Schäfers Bilanz gegen den FCB ist desaströs, auch der VfL hat gegen die Münchner, geschweige denn in deren Stadion selten etwas gerissen. In 54 Pflichtspiel-Partien (Bundesliga und DFB-Pokal) gelangen lediglich vier Siege und acht Unentschieden. Der letzte Erfolg datiert aus dem Januar 2015 in Wolfsburg (4:1). Seitdem gab es in zehn Spielen neun Niederlagen mit insgesamt 39 Gegentoren. Dazwischen lag ein einziger Punktgewinn am 22. September 2017.

Auch Brooks reist nicht mit nach München

Vom damaligen 2:2 in München sind in Koen Casteels, Torschütze Maximilian Arnold, Josuha Guilavogui, William und Yunus Malli immerhin noch fünf Profis im VfL-Kader übrig geblieben. Malli fällt verletzt aus, Guilavogui ist nach längerer Pause zumindest wieder im Kader. William feierte beim 2:1 gegen Frankfurt vergangenen Freitag zwar sein Comeback nach mehrmonatige Pause wegen eines Kreuzbandrisses, befindet sich nun aber nach einem positiven Corona-Test in häuslicher Quarantäne.

In München muss Glasner zudem auf die verletzten Admir Mehmedi (Achillessehne), Renato Steffen (Adduktoren) sowie Anthony Brooks (Prellung) verzichten. Hinter Abwehrchef Brooks stand nach seiner Verletzung aus dem Frankfurt-Spiel bis Mittwoch noch ein Fragezeichen, nachdem er am Vortag das Training abgebrochen hatte. Aber auch der Amerikaner reiste letztlich nicht mit in die bayerische Landeshauptstadt. Alternativen für ihn sind Marin Pongracic und Tim Siersleben.

Schmadtke: Wir sind kein Bayern-Jäger

Trotz des VfL-Höhenfluges heben die VfL-Verantwortlichen nicht ab - obwohl der Rückstand auf die zweitplatzierten Münchner lediglich drei Punkte beträgt: "Wir sollten uns jetzt nicht dahin treiben lassen, dass wir jetzt Bayern-Jäger sind oder dass wir jetzt eine besondere Situation hätten", warnte Manager Jörg Schmadtke. Sportdirektor Schäfer ärgerte sich beinahe über den jüngsten Münchner Punktverlust bei Union Berlin: "Manchmal ist es besser, sie fahren vorher einen Sieg ein. Dementsprechend werden sie nun den Fokus auf die Partie am Mittwoch setzen. Aber wir nehmen es, wie es kommt. Wir freuen uns auf die Begegnung, weil es ein Topspiel ist."

Mögliche Aufstellungen:

FC Bayern: Neuer - Pavard, Süle, Alaba, Hernandez - Tolisso - Gnabry, Müller - Sané, Coman - Lewandowski
Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Lacroix, Pongracic, Roussillon - Schlager, Arnold - Baku, Philipp, Brekalo - Weghorst

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 14.12.2020 | 23:05 Uhr

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