Robin Knoche von Union Berlin bei der Ballannahme. © imago images / Bernd König

Wolfsburg-Urgestein Knoche: Mit Union erstmals gegen den VfL

Stand: 09.01.2021 00:27 Uhr

Nach 15 Jahren "Betriebszugehörigkeit" beim VfL Wolfsburg tritt Robin Knoche erstmals gegen seinen Ex-Club an. Auch bei Union Berlin glänzt der Verteidiger als Vorzeige-Profi.

"Es ist besonders, vor und nach dem Spiel", sagte Knoche über das Wiedersehen heute (15.30 Uhr / NDR Livecenter) an der Alten Försterei. "Ich bin aber Sportler, ich will das Spiel gewinnen. Ich mache mir keine Sorgen, dass mich das Drumherum beeinflusst." Weil Knoche im Sommer nicht etwa freiwillig vom Mittellandkanal an die Spree gezogen ist, dürfte es für ihn eine besondere Genugtuung sein, dass Union nach dem 2:0 in Bremen und Wolfsburgs 0:2-Niederlage in Dortmund als Fünfter punktgleich sogar einen Platz vor dem VfL rangiert.

Der 28 Jahre alte Vorzeige-Profi hat einen großen Anteil daran, dass die "Eisernen" so gut dastehen. Knoche hat in dieser Saison alle 14 Bundesligaspiele bestritten, dabei nicht eine Minute gefehlt und nur eine Gelbe Karte kassiert. "Natürlich hilft es enorm, wenn es so gut läuft. Das ist rundum sehr gut gelaufen, so kann man das gut zusammenfassen", sagte er über seinen Wechsel.

Glasner über Union: "Sehr klar, sehr physisch, sehr laufstark"

Union hat vor allem gegen die Großen gut ausgesehen, einen Punkt gegen die Bayern und Gladbach geholt, Dortmund geschlagen. Wolfsburg ist also gewarnt, Trainer Oliver Glasner hat den couragierten Auftritt der Berliner in Bremen genau beobachtet: "Union hat mehrere Systeme in petto, aber ihre Spielweise ist immer gleich: sehr klar, sehr physisch, sehr laufstark", sagte Glasner. Seine Spieler sollen vor allem Standardsituationen vermeiden, denn beim 2:2 in Berlin in der vergangenen Saison kassierte der VfL auf diese Weise beide Gegentore.

Corona-infizierte Lacroix und Roussillon pausieren

Verzichten muss der VfL in Berlin auf Maxence Lacroix. "Wir sind noch mal einen Schritt zurückgegangen und werden ihn etwas langsamer belasten", sagte Glasner über Lacroix, der in Dortmund bereits wieder für zwölf Minuten auf dem Feld gestanden hatte. Auch auf Jérôme Roussillon "müssen wir noch Rücksicht nehmen und ihn behutsam aufbauen". In den Wolfsburger Reihen gab es mehrere Corona-Infektionen. Während Lacroix und Roussillon die Covid-19-Erkrankungen offenbar länger zu schaffen machen, kehrte beispielsweise Maximilian Arnold sehr schnell zurück. Auf die Frage, wie der Club die Rekonvaleszenz der Spieler begleite, sagte Glasner: "Unsere Mediziner haben meines und unser aller Vertrauen. Wir machen alles, um die größtmögliche Sicherheit für unsere Spieler zu gewährleisten."

Mögliche Aufstellungen

Union: Luthe - Friedrich, Knoche, Hübner - Trimmel, Andrich, Lenz - Griesbeck, Ingvartsen - Becker, Awoniyi
Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Pongracic, Brooks, Paulo Otavio - Schlager, Arnold - Baku, Brekalo, Steffen - Weghorst

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 09.01.2021 | 13:00 Uhr

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