Stand: 12.09.2020 22:38 Uhr

Werder zieht souverän in zweite Pokalrunde ein

von Hanno Bode, NDR Sport
Bremens Josh Sargent (l.) und Davie Selke bejubeln einen Treffer. © dpa-Bildfunk Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Josh Sargent (l.) brachte Werder in Jena in Führung.

Werder Bremen ist seiner Favoritenrolle in der ersten Runde des DFB-Pokals gerecht geworden. Der Fußball-Bundesligist gewann am Samstagabend seine Partie beim Nordost-Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 (0:0). Das knappe Ergebnis täuscht darüber hinweg, dass die Hanseaten das Geschehen über nahezu die gesamte Distanz klar im Griff hatten. Josh Sargent (49.) und Tahith Chong (88.) waren für die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt erfolgreich.

Gebre Selassie scheitert am Pfosten

1.Spieltag, 12.09.2020 20:45 Uhr

FC CZ Jena

0

Werder Bremen

2

Tore:

  • 0:1 Sargent (49.)
  • 0:2 Chong (88.)

FC CZ Jena: Sedlak - Wolf, Slamar, Grösch, Lange - Bergmann (60. Verkamp), Schau, Oesterhelweg, Eckardt (90.+2 Stauffer), Steinherr (70. Prokopenko) - Bock (90.+2 Düzel)
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Toprak, Moisander, Augustinsson - Erras (46. Klaassen), M. Eggestein, Bittencourt (74. Woltemade), Osako (46. Chong) - Selke (74. Füllkrug), Sargent (90.+2 J. Eggestein)
Zuschauer: 1600

Weitere Daten zum Spiel


Werder war wie erwartet von Beginn an tonangebend. Die Hanseaten kombinierten phasenweise flüssig und waren der Führung in der 18. Minute ganz nah, als Theodor Gebre Selassie nach einer Flanke von Leonardo Bittencourt aus wenigen Metern zum Abschluss kam, jedoch am Pfosten scheiterte. Chancen dieser Güteklasse hatten in der Folge dann allerdings Seltenheitswert, weil die Bremer den finalen Pass immer wieder unsauber spielten. Erst kurz vor dem Seitenwechsel gelang dies Yuya Osako prima. Der vom Japaner in Szene gesetzte Davie Selke scheiterte mit seinem strammen Schuss allerdings am aufmerksamen Schlussmann Lukas Sedlak (43.). Auf der Gegenseite forderten die Hausherren nach einem Zweikampf zwischen Dominik Bock und Gebre Selassie einen Elfmeter. Aber die Pfeife von Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) blieb stumm (44.). Sehr zum Unmut von Carl-Zeiss-Coach Dirk Kunert übrigens. Der 52-Jährige sah für sein lautstarkes Reklamieren die Gelbe Karte.

Sargent sorgt für überfällige Führung

Nach der Halbzeit und zwei Bremer Wechseln - Chong und Davy Klaassen kamen für Osako und Patrick Erras - riss das Kohfeldt-Team das Zepter sofort wieder an sich. Und nun agierte der viermalige Meister auch mit dem Tick Entschlossenheit mehr, den er in der ersten Hälfte häufig hatte vermissen lassen. Selke scheiterte zunächst zwar noch an der Latte (47.), dann aber war der bis dahin unglücklich agierende Sargent nach einer mustergültigen Flanke von Ludwig Augustinsson zur Stelle und brachte den Favoriten per Kopf in Führung.

Werders Chancenwucher hält Jena im Spiel

Die Gäste besaßen anschließend durch den bei seinem Werder-Pflichtspieldebüt sehr auffälligen Chong (52.), Bittencourt (57.) und Selke (60.) Gelegenheiten zur Resultatsverbesserung. Weil der Bundesligist aber nicht erhöhte, blieb Jena im Spiel. Allerdings hatte der Drittliga-Absteiger außer viel Herzblut und taktischer Disziplin zu wenig zu bieten, um den Favoriten richtig gefährlich werden zu können. Fußballerisch fehlten der jungen Thüringer Mannschaft die Mittel. Lediglich zwei nennenswerte Torchancen (René Eckardt und Maximilian Oesterhelweg scheiterten jeweils an Keeper Jiri Pavlenka/84., 90.+3) konnte sich Carl Zeiss erarbeiten. Als die Kunert-Elf mit dem Mute der Verzweiflung anrannte, sorgte Chong für die endgültige Entscheidung.

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