Stand: 02.02.2019 17:55 Uhr

Werder kommt nicht aus dem Mittelmaß heraus

von Christian Görtzen, NDR.de
Bremens Davy Klaassen (l.) kommt gegen Ondrej Petrak einen Schritt zu spät.

Fußball-Bundesligist Werder Bremen kommt bei seiner angestrebten Rückkehr ins obere Tabellendrittel nicht voran. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt musste sich am Sonnabend beim bisherigen Schlusslicht 1. FC Nürnberg nach einer enttäuschenden Leistung zu Recht mit einem 1:1 (0:0) zufrieden geben. Die Hanseaten weisen nach 20 Spieltagen 27 Punkte vor. "Wir haben kein gutes Spiel gemacht", sagte Werder-Profi Nuri Sahin dem NDR. "Wir müssen einfach an einem Tag, an dem wir nicht gut spielen, auch ein Spiel gewinnen. Das gelingt uns leider nicht." Auf die Grün-Weißen wartet schon in Kürze eine weitere, nominell weitaus schwerere Aufgabe. Am Dienstagabend (20.45 Uhr, live im Ersten und im Livecenter bei NDR.de) steht das DFB-Pokal-Achtelfinale bei Borussia Dortmund auf dem Programm.

Bremen vor der Pause ohne Torchance

20.Spieltag, 02.02.2019 15:30 Uhr

1.FC Nürnberg

1

Werder Bremen

1

Tore:

  • 0:1 J. Eggestein (64.)
  • 1:1 Ishak (86.)

1.FC Nürnberg: Mathenia - Valentini, Margreitter, Ewerton, Leibold (46. Goden) - Behrens, Petrak - Vura (67. Kerk), Pereira, Palacios Martínez (82. Ishak) - Zrelak
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - N. Sahin (84. Möhwald) - M. Eggestein, Klaassen - Harnik (46. J. Eggestein), Rashica (46. Sargent) - M. Kruse
Zuschauer: 35753

Weitere Daten zum Spiel

Im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2) hatte Kohfeldt in Nürnberg drei Änderungen an seiner Startelf vorgenommen: Sebastian Langkamp, Philipp Bargfrede (Gelb-Sperre) und Johannes Eggestein machten Platz für Milos Veljkovic, Sahin und Milot Rashica. Der ehemalige Nürnberger Kevin Möhwald saß bei seinem Gastspiel an alter Stätte bis zur 84. Minute auf der Ersatzbank. Von dort aus verfolgte er eine erste Halbzeit, die nur ein Minimum an Unterhaltungswert bot. Es gab zwei Chancen - beide hatten die Gastgeber. Im Anschluss an eine Ecke produzierte Werder-Innenverteidiger Niklas Moisander im eigenen Strafraum einen Querschläger, doch es gelangte kein FCN-Profi an den umherspringenden Ball (25.). Und sechs Minuten später kam nach Flanke von Tim Leibold am hinteren Pfosten Hanno Behrens einen Schritt zu spät.

Und die Bremer? Sie wurden mit ihrer Leistung im ersten Durchgang nicht einmal ihrer bisherigen Tabellenposition gerecht. Was Werder vor der Pause anbot, war weit weniger als Mittelmaß. Gegen das Schlusslicht brachten die Norddeutschen in den ersten 45 Minuten keinen einzigen Torschuss zustande. Bezeichnend war, wie Rashica einen Eckball deutlich ins Toraus trat (40.). Das 0:0 zur Pause gab das bis dahin gebotene Niveau der Partie vortrefflich wieder.

Johannes Eggestein kommt und trifft

Kohfeldt reagierte, wechselte zweimal. Johannes Eggestein und Josh Sargent kamen für Rashica und Martin Harnik. Viel besser wurde es zunächst aber nicht. Das Spiel plätscherte dahin - bis zur 64. Minute. Dann bot sich plötzlich Ludwig Augustinsson im gegnerischen Strafraum viel Platz. Per Fallrückzieher legte er den Ball für Johannes Eggestein auf, der aus kurzer Distanz zum 1:0 für Bremen einschoss. FCN-Torhüter Christian Mathenia, der kurz zuvor bei einer Abwehraktion den Kopf von Theodor Gebre Selassie mit Wucht an die Stirn bekommen hatte, war machtlos.

Die Gastgeber verstärkten ihre Offensivbemühungen und kamen auch zu sehr guten Chancen. Zunächst kam Behrens im Strafraum zweimal zum Schuss, der aber jeweils geblockt wurde (68.). Und wenig später scheiterte Matheus Pereira an Werder-Keeper Jiri Pavlenka, den Abpraller setzte Behrens neben das Tor (73.). In der 86. Minute war es dann so weit: Der kurz zuvor eingewechselte Mikael Ishak überwand Pavlenka mit einem Schuss aus spitzem Winkel zum gerechten 1:1. Dabei blieb es dann.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 03.02.2019 | 22:50 Uhr

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