Werder-Fans beim Heimspiel gegen Hertha BSC. © imago images / Nordphoto

Werder Bremen wieder vor vollem Haus

Stand: 22.09.2021 20:35 Uhr

Fußball-Zweitligist Werder Bremen darf wieder vor vollen Zuschauerrängen im Weserstadion spielen. Der Bremer Senat hat den Weg freigemacht. Gegen den 1. FC Heidenheim am 1. Oktober wollen die Hanseaten die 2G-Regeln erstmals anwenden.

Allerdings rechnen die Grün-Weißen gegen die Süddeutschen mit maximal 30.000 Fans - der Freitag-Termin und nur die kleine zu erwartende Zahl von Gäste-Anhängern lassen keinen großen Andrang erwarten. So kann die Partie noch als Testlauf genutzt werden. Das nächste Heimspiel folgt dann erst am 30. Oktober gegen den FC St. Pauli. "Dann erwarten wir erstmals wieder ein volles Haus", sagte Werders Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald.

Nachdem der Bremer Senat mit einer entsprechenden Änderung der Corona-Verordnungslage den Weg für Großveranstaltungen unter "2G"-Bedingungen frei gemacht hat, war für den Fußball-Zweitligisten klar, wie die Ligakonkurrenz "diese Chance nutzen wollen", erklärte Hess-Grunewald. Gemeinsam mit Geschäftsführer Klaus Filbry hatte er mit Innensenator Ulrich Mäurer sowie weiteren Vertretern der Bremer Politik verhandelt.

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Ausnahmen für Schwangere und Minderjährige

Eine Mischung aus 3G und 2G hatten die Bremer zwar erwogen, bekamen dafür aber kein grünes Licht: Der Senat wünsche klare Trennungen und keine Vermischung von geimpften und nicht-geimpften Personen an den Stadiontoren, so Hess-Grunewald. Ausnahmen gebe es für Personen, die ein Attest vorlegen können, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, sowie für Schwangere und Minderjährige: Sie kommen auch mit einem negativen Testergebnis ins Stadion - auf die normalen Plätze. "Es gibt keinen Extra-Block", sagte Hess-Grunewald und bekräftigte: "Familien mit Kindern sollen auch zusammensitzen können. Wir wollen da niemanden trennen."

Neue Regel beschert Einnahmeplus

Die volle Stadionauslastung hilft den Bremern finanziell enorm. Werder hatte kalkuliert, die Hinrunden-Heimspiele in einem nur zur Hälfte gefüllten Stadion absolvieren zu müssen. Frühestens in der Rückrunde rechneten sie wieder mit vollen Rängen. Auf dieser Basis hatte Filbry für die laufende Saison ein wirtschaftliches Plus von einer Million Euro prognostiziert. Nun kann Werder vier Heimspiele früher zur normalen Auslastung zurückkehren. Das beschert dem Club gegenüber der Schätzung ein Einnahmeplus von etwa zwei Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 22.09.2021 | 23:03 Uhr

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