Stand: 24.08.2019 17:27 Uhr

Werder Bremen im Pech - 2:3 bei der TSG Hoffenheim

von Johannes Freytag, NDR.de
Werder am Boden - trotz Führung gab es in Hoffenheim eine Niederlage.

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat bei der TSG Hoffenheim einen Nachmittag zum Vergessen erlebt. Beim 2:3 (1:0) am Sonnabend gaben die Hanseaten nicht nur eine Führung aus der Hand. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt muss auch die Verletzung von Ömer Toprak und den Platzverweis von Johannes Eggestein verkraften. Außerdem wurde ein Treffer von Niclas Füllkrug nach Videobeweis (zu Recht) aberkannt. Nach zwei Spieltagen warten die Bremer weiter auf den ersten Saisonpunkt. "Das ist sehr frustrierend", erklärte Werders Nuri Sahin im NDR Hörfunk, "ich glaube aber weiter an unseren Weg. Wir spielen ja nicht schlecht."

Füllkrug trifft zur Führung

Füllkrug ersetzte bei Werder den verletzten Milot Rashica. Der Stürmer hatte auch die erste Gelegenheit für Werder, rutschte jedoch an einer Hereingabe von Johannes Eggestein vorbei (9.).

Kurz darauf waren die Hanseaten gezwungen, ihr Team umzustellen. Toprak hatte sich ohne gegnerische Einwirkung eine Wadenverletzung zugezogen und musste vom Platz. Für ihn kam Mittelfeldmann Kevin Möhwald in die Partie, Kohfeldt stellte auf ein 3-4-3 um (17.). Ansonsten passierte nicht viel: Hoffenheim hatte mehr Ballbesitz, aber Werders Defensive stand trotz des Toprak-Ausfalls sicher und ließ nichts zu. Allerdings sorgten die Norddeutschen ihrerseits auch für keinerlei Torgefahr - die 27.333 Zuschauer in der Arena in Sinsheim sahen einen unspektakulären bis langweiligen Sommerkick.

Und urplötzlich lag der Ball dann doch im Netz. Nach einer Ecke von Nuri Sahin war Füllkrug per Kopf zur Stelle: Bedrängt von Stefan Posch und Ihlas Bebou wuchtete Werders Angreifer den Ball zum 1:0 ins Tor (42.). Kurios: Sein bis dato letztes Bundesligator hatte Füllkrug ebenfalls gegen Hoffenheim erzielt - im September 2018 für Hannover 96.

Hoffenheim dreht die Partie binnen fünf Minuten

Ebenso aus heiterem Himmel wie die Führung und ebenso nach einem Eckball fiel im zweiten Durchgang der Ausgleich. Ermin Bicakcic stieg höher als sein Gegenspieler Niklas Moisander und nickte ein (54.). Damit nicht genug: Einen von der Werder-Abwehr schlecht geklärten Ball köpfte Sebastian Rudy einfach wieder in den Strafraum, Bebou reagierte mit einer Drehung am schnellsten und schoss zum 2:1 für die Gastgeber ein (59.).

2.Spieltag, 24.08.2019 15:30 Uhr

Hoffenheim

3

Werder Bremen

2

Tore:

  • 0:1 Füllkrug (42.)
  • 1:1 Bicakcic (54.)
  • 2:1 Bebou (59.)
  • 2:2 Osako (81.)
  • 3:2 Kaderabek (87.)

Hoffenheim: Baumann - Posch, Vogt, Bicakcic - Kaderabek, Rudy, Stafylidis - Baumgartner (62. Belfodil), Geiger (88. Bittencourt) - Skov (69. Grillitsch), Bebou
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Toprak (17. Möhwald), Moisander, Friedl - N. Sahin (88. Pizarro) - M. Eggestein, Klaassen - Osako (86. Harnik) - Füllkrug, J. Eggestein
Zuschauer: 27333

Weitere Daten zum Spiel

Schon vor dem Hoffenheimer Führungstreffer hatte Maximilian Eggestein mit einem wuchtigen Distanzschuss Oliver Baumann nicht überwinden können (56.), und auch danach boten sich den Hanseaten gute Torchancen. Füllkrugs Kopfball wehrte Pavel Kaderabek ebenfalls per Kopf auf der Linie ab (61.), Poschs Klärungsversuch trudelte knapp am Pfosten vorbei (66.). Die Partie hatte nun deutlich an Fahrt aufgenommen, Hoffenheims Robert Skov verfehlte das Bremer Gehäuse knapp (67.).

Dann wurde es bitter für die Gäste. Füllkrugs Tor zum vermeintlichen 2:2 wurde nach Videobeweis aberkannt. Der Ball war dem Bremer Stürmer zuvor im Zweikampf mit seinem Gegenspieler von hinten an den Arm gesprungen - seit dieser Saison darf ein Treffer auch nach unabsichtlichem Handspiel nicht zählen (74.). Wenige Minuten später folgte im Platzverweis für Eggestein der nächste Rückschlag - der bereits mit Gelb belastete Bremer kassierte für ein taktisches Foul im Mittelfeld seine zweite Karte und folglich Gelb-Rot (77.).

Werder kommt zurück und verliert doch

Doch Werder steckte auch in Unterzahl nicht auf. Möhwalds Distanzschuss verfehlte das Hoffenheimer Tor noch deutlich (79.), aber Yuya Osako sorgte dann für den Ausgleich: Nach einem Fehlpass von Kevin Vogt bediente Davy Klaassen den Japaner, der noch Bicakcic umkurvte und Baumann keine Chance ließ (81.). Der Jubel über die gelungene Aufholjagd währte jedoch nicht lang: Wieder verteidigten die Bremer eine Ecke schlecht - Kaderabek köpfte zum Hoffenheimer Siegtreffer ein (87.).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 25.08.2019 | 22:50 Uhr