Stand: 18.08.2018 17:23 Uhr

Werder Bremen gibt sich in Worms keine Blöße

von Thorsten Schettle, NDR.de
Torschütze Yuya Osako (3.v.l.) bejubelt Werders frühe 1:0-Führung.

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals souverän geschafft. Beim Regionalligisten Wormatia Worms feierte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt am Samstagnachmittag einen deutlichen 6:1 (5:1)-Erfolg. Werder nutzte die eigenen Torchancen insbesondere vor der Pause konsequent, defensiv ließen die Grün-Weißen nur wenig zu. Ein Vier-Tore-Vorsprung sorgte somit schon zur Pause für klare Verhältnisse. "Die Spannung war immer da. Wir waren von Anfang an voll fokussiert", sagte der zufriedene Kohfeldt. In der Schlussviertelstunde gab Claudio Pizarro, unter der Woche von seinem Coach mit einem Extra-Lob für seine Trainingsleistungen bedacht, sein Comeback im Werder-Trikot.

Werder münzt Überlegenheit in Tore um

1.Spieltag, 18.08.2018 15:30 Uhr

Worm. Worms

1

Werder Bremen

6

Tore:

  • 0:1 Osako (9.)
  • 0:2 F. Kainz (21.)
  • 0:3 Bargfrede (31.)
  • 0:4 M. Kruse (41., Foulelfmeter)
  • 1:4 Mimbala (44.)
  • 1:5 M. Eggestein (45. +1)
  • 1:6 J. Eggestein (79.)

Worm. Worms: Keilmann - Moos, Mimbala, Ihrig, Radau - Afari (56. Demir), Glockner (56. Volz) - S. Korb, Graciotti, Dorow - Burgio (72. Ferfelis)
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Bargfrede (65. Käuper / 74. Pizarro) - M. Eggestein, Klaassen - Osako (64. J. Eggestein), M. Kruse, F. Kainz
Zuschauer: 8000 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Bei den Hanseaten saß Rückkehrer Pizarro also zunächst nur auf der Bank. Die beiden Neuzugänge Davy Klaassen und Yuya Osako standen hingegen in der Anfangsformation. Letztgenannter war es, der Werder früh auf die Siegerstraße brachte: Nach einem Freistoß von Florian Kainz war der japanische WM-Teilnehmer mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 1:0 (9.). Ohnehin agierte Werder von Beginn an souverän. Zwar besaß der Gastgeber aus Rheinland-Pfalz durch Cedric Mimbala (4.), ebenfalls per Kopf, die erste Gelegenheit des Spiels, ansonsten aber hatte der Bundesligist das Geschehen im Griff - und erspielte sich Torchance um Torchance.

Nachdem Klaassens abgefälschter Schuss nur die Querlatte "geküsst" hatte (18.), schraubten Kainz mit einem Distanzschuss (21.) und Philipp Bargfrede per Lupfer über Worms-Keeper Chris Keilmann (31.) mit sehenswerten Treffern das Ergebnis auf 3:0. Max Kruse per Foulelfmeter (41.) - Klaassen war zu Fall gebracht worden - und Maximilian Eggestein (45.+1) trafen ebenfalls noch vor der Pause. Weil Theodor Gebre Selassie ein Kopfballduell gegen Mimbala verlor und der Ball sich für Werder-Torwart Jiri Pavlenka unhaltbar in den Torwinkel senkte (44.), lautete der Pausenstand 5:1 für den Favoriten.

Pizarro gibt sein Comeback im Werder-Trikot

Es war klar, dass es für den Viertligisten nach der Pause nur noch um Schadensbegrenzung ging, und dass Werder angesichts des klaren Vorsprungs und bei sommerlichen Temperaturen nicht mehr alle Kräfte in die Waagschale werfen wollte. Eine Doppelchance von Ludwig Augustinsson und Milos Veljkovic (52.) ließen die Grün-Weißen liegen, danach plätscherte die Partie weitestgehend vor sich hin. Höhepunkt im zweiten Durchgang: In der 74. Minute schickte Kohfeldt Werder-Legende Pizarro auf den Platz. Der erfolgreichste ausländische Bundesliga-Torjäger aller Zeiten (192 Tore) setzte bei seinem Comeback gleich mit seiner ersten Aktion Kruse in Szene, dessen Schuss wurde aber geblockt (75.). Kurze Zeit später erhöhte der eingewechselte Johannes Eggestein nach schöner Kruse-Vorarbeit noch auf 6:1 (79.). Für den Bundesliga-Start am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 scheint Werder gut gerüstet.

Dieses Thema im Programm:

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