Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry spricht auf der Mitgliederversammlung des Vereins. © picture alliance / dpa / Carmen Jaspersen Foto: Carmen Jaspersen

Werder Bremen erhält Zusage für Corona-Kredit

Stand: 04.12.2020 17:14 Uhr

Fußball-Bundesligist Werder Bremen kann aufatmen. Die Grün-Weißen haben die Zusage für Kredite in Höhe von 20 Millionen Euro erhalten - die Liquidität für die laufende Spielzeit ist damit gesichert.

Mit dem Geld sollen Corona-bedingte finanzielle Ausfälle aufgefangen werden. Die Absicherung der Kredite von einem lokalen Bankenkonsoritum erfolgt durch die Übernahme einer Ausfallbürgschaft durch die Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) im Treuhandauftrag der Stadt Bremen. Werder muss die Kreditsumme mit Zinsen in den kommenden sechs Jahren zurückzahlen. Der Zusage vorausgegangen sei "eine intensive wirtschaftliche Prüfung", teilte Werder mit.

"Wir sind sehr froh, dass wir dabei unsere Leistungsfähigkeit nachweisen konnten und grünes Licht bekommen haben. Es handelt sich um Kredite zu marktüblichen Konditionen", sagte Geschäftsführer Klaus Filbry.

Saison durchfinanziert, Winterverkäufe kein Muss

Werder ist damit für die laufende Saison durchfinanziert - und ist zudem in der kommenden Winter-Transferphase nicht mehr zwingend auf Spielerverkäufe angewiesen. 

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Als Folge der Corona-Krise fehlen den Bremern aus Einnahmen der vergangenen und der neuen Saison rund 30 Millionen Euro. Daher hatten sie sich ursprünglich um Liquiditätshilfen aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 des Bundes beworben und die dafür nötigen Unterlagen im Juni 2020 eingereicht. Die Prüfung zog sich jedoch in die Länge und Werder suchte parallel nach alternativen Lösungen, um wirtschaftliche Planungssicherheit zu bekommen.

Werder als wichtiger Wirtschafts-Faktor in Bremen

"Neben der großen Bedeutung, die der SV Werder Bremen in sportlicher Hinsicht für die Stadt und das Land Bremen hat, dient die Übernahme der Landesbürgschaft der Sicherung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Region", begründete Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, die Kreditbewilligung. Die Politikerin der Bremer Linken führte weiter aus: "Allein der Verein hat an die 250 Mitarbeiter*innen. An einem normalen Spieltag, also nicht unter Corona-Bedingungen, führt jedes Heimspiel zur Beschäftigung von etwa 1.700 weiteren Menschen. An jedem Heimspieltag verdienen Bremer Unternehmen rund 15 Millionen Euro, mehr als die Hälfte davon erwirtschaftet die Gastronomie im und außerhalb des Stadions."

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Sport aktuell | 04.12.2020 | 17:25 Uhr

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