Werder-Fans beim Heimspiel gegen Hertha BSC. © imago images / Nordphoto

Werder Bremen ohne Zuschauer gegen Bielefeld

Stand: 01.10.2020 16:46 Uhr

Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss sein Heimspiel am Sonnabend gegen Arminia Bielefeld ohne Zuschauer austragen. Die Corona-Inzidenz in der Stadt ist zu hoch.

Weil die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage (Inzidenz) in der Hansestadt am Donnerstag mit 36,4 über den Grenzwert von 35 gestiegen ist, sind beim Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und Arminia Bielefeld am Sonnabend (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) keine Fans im Stadion zugelassen. "Da der kritische Wert überschritten ist, muss das Spiel ohne Besucher stattfinden. Das hat nichts mit schlechten Erfahrungen zu tun. Aber der Fußball hat sich diese Regeln gegeben", erklärte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) den Beschluss des Senats. Im Heimspiel gegen Hertha (1:4) waren noch 8.400 Zuschauer dabei gewesen.

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald wurde auf der Club-Homepage dazu wie folgt zitiert: "Wir bitten für die Kurzfristigkeit der Entscheidung bei allen Zuschauern, Partnern und Zulieferern um Verständnis. Die gegenwärtige Situation ist für alle eine echte Herausforderung."

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Bielefeld gern gesehener Gast

Somit dauert das Warten auf den ersten Heimerfolg vor Fans weiter an: 13 Monate ist es nun schon her, dass Werder den FC Augsburg mit 3:2 bezwungen hatte. Es folgten 15 sieglose Partien im Weserstadion, auch der Saisonauftakt vor knapp zwei Wochen gegen die Hertha glückte nicht. Zwar ließen die Hanseaten ein 3:1 auf Schalke folgen, doch was dieser Sieg gegen das sportlich schwer angeschlagene Ligaschlusslicht wirklich wert ist, dürfte sich erst gegen den mit vier Punkten gut gestarteten Aufsteiger Arminia Bielefeld zeigen. Immerhin sind die Ostwestfalen ein gern gesehener Gast in Bremen: In 16 Heimspielen gab es 14 Siege, die einzige Niederlage (1:2) datiert vom 1. Februar 2009.

Klaassen zu Ajax - wann wird Werder schwach?

Das ist aber nicht die einzige Baustelle bei Werder. Wenige Tage vor dem Ende des Transferfensters (Montagabend) kursieren Gerüchte um einen Abgang von Vize-Kapitän Davy Klaassen. Der Niederländer, dessen Vertrag noch bis 30. Juni 2022 läuft, wird von seinem Ex-Club Ajax Amsterdam umworben. Bislang lehnten die Bremer einen Wechsel ab, weil das Ajax-Angebot von weit unter zehn Millionen Euro nicht den Vorstellungen der Hanseaten entspricht. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren zahlte Werder für Klaassen 13,5 Millionen Euro an den FC Everton - mindestens zweistellig soll die Ablösesumme auch diesmal sein. "Wir geben einen Spieler nur ab, wenn das Angebot für uns auch attraktiv ist", hatte Sportchef Frank Baumann in der Vergangenheit mehrfach betont - und dies schon im Fall Rashica praktiziert: RB Leipzig wollte für den Kosovaren nur 15 Millionen Euro plus Bonusprämien von drei Millionen Euro locker machen. Werder war das viel zu wenig. Der Transfer ist immer noch in der Schwebe.

Stöger im Visier

Gleichwohl beschäftigt man sich an der Weser bereits mit einem möglichen Klaassen-Nachfolger. Die Wahl ist dabei Medien-Berichten zufolge auf Kevin Stöger gefallen. Der 27-Jährige, der zuletzt beim Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf unter Vertrag stand, ist vereinslos und daher ablösefrei. Stöger ist flexibel einsetzbar: im zentral-offensiven Mittelfeld, auf der Halbposition oder sogar als Linksaußen.

Mögliche Aufstellungen


Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Erras, Friedl - Gebre Selassie, M. Eggestein, Augustinsson - Bittencourt, Klaassen - Füllkrug, Sargent
Arminia Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, van der Hoorn, Lucoqui - Prietl - Doan, Hartel - Soukou, Cordova - Klos

Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 03.10.2020 | 15:00 Uhr

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