Stand: 16.03.2019 17:24 Uhr

Weghorst lässt "Wölfe" gegen Düsseldorf jubeln

von Christian Görtzen, NDR.de

Im Spiel eins nach dem angekündigten Abschied von Trainer Bruno Labbadia zum Saisonende hat Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg eine eindrucksvolle Reaktion auf die Turbulenzen der vergangenen Wochen gezeigt. Die Niedersachsen gewannen am Sonnabend vor 25.350 Zuschauern zu Hause gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit 5:2 (1:1). Herausragender Akteur bei den Norddeutschen war Angreifer Wout Weghorst mit drei Treffern. "Es war keine einfache, keine normale Woche. Es zeigt heute, welche starke Mannschaft wir haben. Wir spielen eine sehr gute Saison und müssen einfach so weitermachen", sagte Weghorst dem NDR. Die "Wölfe" gehen mit jetzt 42 Punkten aus 26 Spielen als Siebter der Tabelle in die länderspielbedingte Pause.

Starke Reaktion nach Rückstand

26.Spieltag, 16.03.2019 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

5

F. Düsseldorf

2

Tore:

  • 0:1 Ayhan (30.)
  • 1:1 Mehmedi (34.)
  • 2:1 Weghorst (54.)
  • 3:1 Knoche (57.)
  • 4:1 Weghorst (59.)
  • 4:2 Raman (65.)
  • 5:2 Weghorst (88.)

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon (84. Uduokhai) - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Brekalo (68. Klaus), Mehmedi (80. Steffen) - Weghorst
F. Düsseldorf: Rensing - Mat. Zimmermann, Ayhan, Kaminski, Gießelmann - Bodzek (78. Sobottka), Stöger - Lukebakio (78. Usami), Barkok (61. Karaman), Raman - Hennings
Zuschauer: 25350

Weitere Daten zum Spiel

Labbadia hatte nach dem 0:6 in München keine Änderung an seiner Startelf vorgenommen. Gegen die Rheinländer, die im Verlauf dieser Saison schon so einige Punkte gegen Spitzenteams geholt hatten, zeigten sich die Niedersachsen in der Anfangsphase zumindest schon einmal in der Defensive als gefestigt. Es dauerte aber bis zur 24. Minute, ehe sie erstmals gefährlich vor dem Tor des Aufsteigers auftauchten. Nach Hereingabe von Maximilian Arnold kam der aufgerückte Innenverteidiger Robin Knoche einen Schritt zu spät. Schien es schon, als sollten die "Wölfe" die Kontrolle über das Spiel gewinnen können, folgte kurz darauf der herbe Dämpfer. Kaan Ayhan nutzte die sehr gute Freistoßposition aus 19 Metern zum 1:0 (30.) für die Fortuna aus. Er schoss den Ball mit viel Effet über die VfL-Mauer - direkt über Josuha Guilavogui hinweg, der nicht hochsprang. Fast hätte Rouwen Hennings keine 60 Sekunden später gar das 2:0 folgen lassen, doch der Stürmer scheiterte an VfL-Keeper Koen Casteels.

Die Niedersachsen zeigten sich aber vom Rückstand nicht geschockt. Nach Zuspiel von Weghorst lupfte Admir Mehmedi den Ball über Fortuna-Keeper Michael Rensing hinweg zum 1:1 (34.) ins Tor. Der Treffer wurde per Videobeweis überprüft. Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) erkannte in Weghorsts Handspiel aber keine Absicht und entschied auf reguläres Tor. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

VfL mit Dreierpack in fünf Minuten

Neun Minuten nach Wiederanpfiff durften die VfL-Fans erneut jubeln. Jérôme Roussillon hatte sich links im Strafraum gut durchgesetzt und den Ball nach innen geflankt, Rensing ließ diesen abklatschen, und Weghorst schob zum 2:1 (54.) ein. Es war der Startpunkt zu fünf Minuten Partystimmung: Denn noch zwei weitere Male schallte innerhalb dieses kurzen Zeitraums aus den Arena-Lautsprechern der Tor-Song "Rama Lama Ding Dong" und flackerte dazu das Flutlicht. Knoche erzielte nach Pass von Weghorst das 3:1 (57.), kurz darauf ließ der Vorbereiter das 4:1 (59.) folgen. War dies die Entscheidung? Noch nicht!

Benito Raman brachte Düsseldorf auf 2:4 (65.) heran. Die zweite Halbzeit bot beste Unterhaltung, es ging hin und her. John Anthony Brooks (70.), Roussillon (75.) und der eingewechselte Felix Klaus (84.) ließen beste Chancen für den VfL aus, auf der anderen Seite verpassten Hennings (74./80.) und Ayhan (82.) einen Torerfolg. Schließlich machte Weghorst mit seinem dritten Treffer alles klar - beim 5:2 (88.) blieb es dann.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.03.2019 | 22:50 Uhr