Mark van Bommel (l.) schüttelt Oliver Glasner die Hand. © IMAGO /Sven Simon Foto:

VfL Wolfsburg und die nervige T-Frage - Kommt van Bommel?

Stand: 18.05.2021 14:00 Uhr

Nach wie vor ist offen, ob Oliver Glasner auch in der kommenden Saison Trainer beim VfL Wolfsburg sein wird. Gerüchten zufolge ist Mark van Bommel beim Champions-League-Starter ein heißer Kandidat auf die Nachfolge.

Es nimmt beinahe schon absurde Züge an, wie sich alle Beteiligten um klärende Worte in der T-Frage winden. "Ich habe Lust auf Party und nicht, über mich zu sprechen", blockte VfL-Coach Glasner am Sonntag nach dem 2:2 in Leipzig und der erreichten Qualifikation für die Königsklasse alle Fragen nach seiner Zukunft ab. "Es wäre komisch, wenn er jetzt gehen würde", erklärte Mittelfeldspieler Maximilian Arnold. Manager Jörg Schmadtke ließ einem "Es gibt nichts dazu zu sagen" immerhin ein mehrdeutiges "Jegliche Herausforderung, die sich uns stellt, werden wir lösen" entlocken.

Kommt das Duo van Bommel/Hofland?

Schmadtke wäre ein schlechter Manager, wenn er sich nicht schon längst mit möglichen Nachfolge-Kandidaten beschäftigt hätte, sollte Glasner seinen bis 2022 laufenden Vertrag bei den "Wölfen" nicht erfüllen. Nach einem Bericht der niederländischen Tageszeitung "Eindhovens Dagblad" steht der Fußball-Bundesligist in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem früheren Bayern-Profi und PSV-Trainer Mark van Bommel.

Laut "De Telegraaf" soll der 44-Jährige zudem den früheren Wolfsburger Verteidiger Kevin Hofland als Assistenten mitbringen. Der 41-Jährige spielte von 2004 bis 2007 für den VfL und arbeitete bis November als Trainer des Erstliga-Clubs Fortuna Sittard. Hofland und van Bommel kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in der niederländischen Nationalmannschaft und bei der PSV Eindhoven.

Erfolgsfaktor Schmadtke

Der drohende Abschied Glasners aus Wolfsburg wird immer wieder an VfL-Geschäftsführer Schmadtke festgemacht. Kritik an seiner knorrigen Art begleitete den 57-Jährigen schon bei nahezu jeder seiner Stationen. Aber nahezu überall hatte Schmadtke auch sportlichen Erfolg, führte überraschend Alemannia Aachen (als DFB-Pokalfinalist), Hannover 96 und den 1. FC Köln einst in den Europapokal.

Top-Transfers...

Auch aus dem zum Kellerkind mutierten VfL Wolfsburg formte Schmadtke wieder einen Europacup-Starter und hatte dabei bei den Spielertransfers - zusammen mit Sportdirektor Marcel Schäfer - ein gutes Händchen: Torjäger Wout Weghorst, Allrounder Ridle Baku, Abwehr-Ass Maxence Lacroix, Mittelfeldmotor Xaver Schlager oder Stürmer Maximilian Philipp (der Leihspieler soll gehalten werden) - die Liste der Top-Verpflichtungen ließe sich beliebig fortsetzen.

... und Top-Trainer-Wahl

Vor allem mit den von ihm geholten Trainern hat Schmadtke stets einen guten Griff getan. Bruno Labbadia bewahrte den VfL erst vor dem Abstieg und führte den Club dann in die Europa League. Glasner setzte nun mit der Qualifikation zur Champions League noch einen drauf.

"Insgesamt müssen wir nicht mehr viel verändern an dem Weg, den wir eingeschlagen haben", erklärte Schmadtke dem "sportbuzzer" und sieht der VfL-Zukunft entspannt entgegen - egal, mit welchem Trainer.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 18.05.2021 | 14:25 Uhr

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