Das Wolfsburger Team jubelt © Ibing/Firo/Witters Foto: RalfIbing

VfL Wolfsburg nach Pokal-Aus: Europa bleibt immer noch das Ziel

Stand: 06.03.2021 09:56 Uhr

Nach dem Pokal-Aus kann sich der VfL Wolfsburg ganz auf die Fußball-Bundesliga und die Europacup-Qualifikation konzentrieren. Am Sonnabend geht es zur TSG Hoffenheim.

Während sich die Konkurrenz im oberen Tabellendrittel weiterhin wegen Champions League und DFB-Pokal durch englische Wochen quälen muss, tanzen die "Wölfe" nur noch auf einer Hochzeit.

Die Aussichten dafür, dass die Niedersachsen heute (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen Hoffenheim Champions-League-Rang drei festigen können, sind gut. Eintracht Frankfurt hat die auswärtsstarken Stuttgarter zu Gast, Leverkusen spielt in Mönchengladbach, und Borussia Dortmund tritt beim Meister FC Bayern an. Im Idealfall kann Wolfsburg mit einem Sieg im Kraichgau den Vorsprung auf Platz fünf auf satte neun Punkte ausbauen.

Arnold: "Es ist brutal, in Leipzig zu spielen"

Und so hielt sich der Frust bei den Niedersachsen nach der Niederlage in Leipzig denn auch in Grenzen. Neidlos erkannte Maximilian Arnold die Qualität des Gegners an: Man habe alles gegeben, "aber alles war hier nicht genug. Es ist brutal, in Leipzig zu spielen."

Am meisten haderte sicherlich Wout Weghorst, der in der ersten Spielhälfte einen Elfmeter vergab, weil er mit dem Standbein weggerutscht war. "Sowas passiert nun mal", sagte Arnold und fügte hinzu: "Wout muss mit der Situation allein klarkommen, das wird er auch. Er tut alles für die Mannschaft, wir stehen hinter ihm."

"Gott sei Dank spielen wir am Sonnabend schon wieder. Es gibt keine Zeit, Zweifel aufkommen zu lassen. Wir müssen wieder einen couragierten Auftritt zeigen." Maximilian Arnold

Glasner: Weghorst schießt weiter die Elfmeter

Für Trainer Oliver Glasner steht fest, dass Weghorst weiter Strafstoßschütze bleibt: "Sollten wir am Wochenende in Hoffenheim wieder einen Elfmeter haben, wird er dort stehen und ihn schießen - und dann auch rein." Wenn der Niederlander nicht in Gedanken beim Hinrunden-Duell (2:1) mit den Kraichgauern ist, in dem er einen Elfmeter neben das Tor setzte ...

Der VfL-Coach, der laut "kicker" in seinem bis 2022 gültigen Vertrag eine vorzeitige Ausstiegsklausel besitzen soll, hielt sich ohnehin mit Kritik an seinem Team zurück: "Ich kann den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen. Ich bin auch richtig stolz, wie sie wieder alles versucht haben", sagte der 46-Jährige.

VfL gefestigt und vorerst "leichte" Gegner vor der Brust

Der Blick der Wolfsburger wird nach dem Pokal-Aus wieder nach vorne gehen. Die beeindruckende Liga-Bilanz - sieben ungeschlagene Partien ohne Gegentor - hat weiter Gültigkeit. Und die kommenden Gegner (inklusive Hoffenheim) sind ein deutlich kleineres Kaliber, als es RB Leipzig war: Die "Wölfe" haben Schalke und Köln im eigenen Stadion zu Gast, dazwischen treten sie in Bremen an.

In diesen Spielen gilt es, sich ein Punktepolster für das schwere Saisonfinale mit unter anderem den Partien gegen Frankfurt, Dortmund, Leipzig und München zu schaffen.

Mögliche Aufstellungen:

Hoffenheim: Baumann - Vogt, Grillitsch, Richards - Kaderabek, Sessegnon - Samassekou - Rudy, Baumgartner - Bebou, Kramaric
Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Lacroix, Brooks, Paulo Otavio - Schlager, Arnold - Baku, Gerhardt, Steffen - Weghorst

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 06.03.2021 | 15:00 Uhr

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